HVV ist am beliebtesten
Der HVV ist Spitze. Zumindest sieht dies ein Großteil der Hamburger Fahrgäste so. Foto: dpa

Hamburgs Nahverkehr ist spitze. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Fahrgäste in den größten Städten Deutschlands nach ihrer Zufriedenheit befragt hat. Und: Nur wenige Hamburger fahren „schwarz“.

Bei einer Studie des Online-Portals myMarktforschung.de erreichte Hamburgs Nahverkehr den ersten Platz. An der Befragung zur Zufriedenheit von Fahrgästen mit dem Angebot der örtlichen Verkehrsbetriebe nahmen 2.069 Teilnehmer in den zehn größten Städten Deutschlands teil. Bewertet werden durfte nur der Service in der eigenen Stadt. 83 Prozent der 242 befragten Hamburger bescheinigten dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) eine gute Leistung.

Vor allem in den Bereichen „Taktung/Häufigkeit“, „Modernität“ und „Zuverlässigkeit“ konnte der HVV bei seinen Fahrgästen punkten. Auch „Sauberkeit“ und „Sicherheit“ wurden überdurchschnittlich gut bewertet. Dabei schätzen die Hamburger das Angebot ihrer Stadt als positiver ein, als die Passagiere in Berlin (82,8%), München (74,6%) und Leipzig (71,8). Schlusslicht der Befragung ist Essen, wo nur 60 Prozent der Befragten mit dem Verkehrsverbund EVAG zufrieden sind.

Ergebnis überrascht

Das gute Abschneiden Hamburgs ist vor dem Hintergrund anhaltender Preissteigerungen im Hamburger ÖPNV und der immer wieder mit Sanierungsarbeiten einhergehenden Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs auf unterschiedlichen Linien der U- und S-Bahn nicht selbstverständlich. Zudem hatte der HVV großflächige Fahrschein-Kontrollen angekündigt, um gegen Schwarzfahrer härter durchgreifen zu können. Laut dem Unternehmen habe die Zahl der Fahrgäste ohne Ticket 2017 erheblich zugenommen.

Diesen Trend bestätigte die Studie nicht. Auf die Frage „Fahren Sie manchmal vorsätzlich und ohne gültigen Fahrschein („schwarz“) mit dem öffentlichen Nahverkehr?“ antworteten in Hamburg nur 11,4 Prozent mit ja. Damit belegt Hamburg hier den vorletzten Platz.

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Robert Bauguitte, Jahrgang 1988, liebt den Ruhrpott, vertraut aber kulinarisch auf seine französischhugenottische Herkunft. Am liebsten kocht er „Coq au vin“ oder backt Flammkuchen. Sonst trifft man ihn oft im Fußballstadion, wo er für die Sportzeitung „Reviersport“ als freier Mitarbeiter gearbeitet hat. Er ist in Duisburg geboren, dennoch brennt Roberts Herz für den Verein Wattenscheid 09 (aus Bochum). In Hamburg trifft man ihn häufig bei St.-Pauli-Spielen an, zu denen er schon während seines MeWi-Studiums sogar aus Siegen angereist ist. Neben dem Sport interessiert er sich vor allem für Kultur, die Elbphilharmonie begeistert ihn besonders.