Kleiderstange
Deutschlands Kleiderschränke sind gut gefüllt. Foto: unsplash | Shanna Camilleri

Mode ist so günstig wie nie. T-Shirts, Hosen und Kleider werden ohne großes Zögern mitgenommen. Fehlkäufe bleiben im Schrank liegen. Eine Umfrage zeigt, wie viele Klamotten in deutschen Schränken hängen.

„Buy less, choose well, make it last“. Diesem Zitat der Modedesignerin Vivienne Westwood würden wohl viele zustimmen. Trotzdem handeln viele Konsumenten genau entgegengesetzt. Vor allem Kleidung wird billig und viel gekauft. Durchschnittlich 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr hängen wir Deutsche in unseren Kleiderschrank. Und wir tragen Kleidung nur halb so lange wie noch vor 15 Jahren.

Die Umweltorganisation Greenpeace hat 2015 im Rahmen ihrer Detox-Kampagne für nachhaltigere Textilproduktion 18 bis 69-Jährige zu ihrem Umgang mit Kleidung befragt. Die repräsentative Umfrage „Wegwerfware Kleidung“ zeigt beispielsweise, wie viele Kleidungsstücke die Befragten im Durchschnitt besitzen – Tendenz steigend: 

„Wir gehen davon aus, dass der Kleiderkonsum auch 2017 weiter wächst“, sagt Kirsten Brodde, Leiterin der Detox-Kampagne. „Gleichzeitig gibt es aber auch eine Gegenbewegung aus Menschen, die sich mit ihrem Konsumverhalten bewusst auseinandersetzen und zu nachhaltiger Mode greift. Diese Gruppe müssen wir unterstützen.“ 

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

Bestandsaufnahme_Kleiderschrank
Umfrage: So viel Kleidung hängt in Deutschlands Schränken. Grafik erstellt in Piktochart von Johanna Felde.