Colorful Mass, Humans of G20
Florian und Adrian nehmen mit ihrer Schafs-Performance an der "Colorful Mass" teil. Foto: Johanna Felde

Florian (42), Musiker im Klabauter Theater, und Adrian (43), Berufsschullehrer, lassen sich mit ihrem mobilen Schäfchen durch die Straßen Hamburgs treiben.

Wir machen mit unserem süßen Schaf eine Performance. Das Schaf ist ein Herdentier und läuft stupide hinter jemandem her. So tun das unserer Meinung nach auch viele Menschen. Deswegen tingeln wir durch die Stadt und lassen uns von den blauen „Schnittlauch-Männchen“ – also der Polizei – treiben. So sollen die Menschen dazu angeregt werden, zu reflektieren und sich etwas schlauer zu verhalten.

(Adrian) Ich nehme an der „Colorful Mass“ teil, weil ich sowieso seit dem Mittag frei habe und mir unsere kleine Darbietung sehr am Herzen liegt.

(Florian) Zu den Ausschreitungen der letzten Tage sage ich nur: „Was für ein Scheiß.“ Seit ich denken kann, hat sich scheinbar nichts geändert. Das immer gleiche Machtgehabe der umherfahrenden „Bullen“ frustriert mich. Wir wollen dem Ganzen mit Humor begegnen.

In der Serie „Humans of G20“ zeigt FINK.HAMBURG Menschen rund um den G20-Gipfel.

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Die Stimme von Johanna Felde, Jahrgang 1993, hat schon so manches junge Paar ins Eheglück begleitet: Eine Zeitlang sang sie in einer Band, die unter anderem bei Hochzeiten auftrat. Die gebürtige Wolfsburgerin mit russlanddeutschen Wurzeln hat sich in Berlin und Schottland für Obdachlose engagiert. Neben ihrem Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität in Berlin hat sie Praxiserfahrung beim ARD Text und WeltN24 gesammelt. Danach arbeitete sie bei Edition F im Bereich Native Advertising, was ihr Interesse am Verhältnis zwischen Journalismus und PR weckte. Jetzt wohnt sie zusammen mit einem Pärchen in einer 3er-WG im Schanzenviertel – und das funktioniert erstaunlich gut.
Johanna Klug, Jahrgang 1994, hat sich von sechs Tassen Kaffee pro Tag auf eine heruntergearbeitet. Sie ist begeistert vom Reisen und von fremden Kulturen. Studiert hat sie Medienmanagement, die zweite Herzensangelegenheit der gebürtigen Würzburgerin aber ist die ehrenamtliche Arbeit auf Palliativstationen. Zu diesem Thema hat sie sogar ein Buch geschrieben. Ab April 2017 lässt sie sich neben ihrem Studium an der HAW zur Sterbebegleiterin ausbilden.
Christina Höhnen, Jahrgang 1992, hat schon einmal den echten Weihnachtsmann getroffen. Der wohnt in Lappland, wohin sie während ihres Auslandssemesters in Finnland reiste. Die restliche Studienzeit verbrachte sie in Mittweida. Dort machte sie ihren Bachelor in Medienmanagement und leitete ein Jahr lang Deutschlands einzigen von Studenten geführten Lokalradiosender. Für den Umzug nach Sachsen tauschte sie Riesling gegen Pfeffi ein – Christina wuchs umgeben von Weinbergen in einem Moseldorf nahe Trier auf. Für Praktika bei einer Shopping-Vergleichs-App und bei fischerAppelt, relations zog sie nach Hamburg. Hier joggt sie am Liebsten durch Planten un Blomen und hört dabei Trash der 90er.