Verkehrsstudie zeigt wie schlecht das Klima auf Hamburgs Straßen ist
Verkehrsbehinderung auf der Max-Brauer-Allee. Foto: Lesley-Ann Jahn

Viele Staus, wenig Parkraum, zu schmale Radwege: Wer im städtischen Straßenverkehr unterwegs ist, kennt die Probleme. Wie unzufrieden Hamburger mit der Situation sind, zeigt eine neue Studie des ADAC.

Laut einem bundesweiten Vergleich des ADAC sind die Hamburger besonders unzufrieden mit ihrem Straßenverkehr. Verglichen wurden die 15 größten Städte Deutschlands. Hamburg lag in der Gesamtwertung auf dem elften Platz. Nur Stuttgart, Berlin, Duisburg und Köln haben in der repräsentativen Online-Studie noch schlechter abgeschnitten.

„Es wird gehupt und gepöbelt.“

Im Sommer 2017 wurden etwa 9000 Auto- und Fahrradfahrer sowie Fußgänger und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel befragt. Bemängelt wurde beispielsweise das hohe Stauvorkommen sowie die schlechte Straßeninfrakstruktur und Parksituation. Vor allem beim Verkehrsklima seien die Ergebnisse ernüchternd, sagte der Vorstandsvorsitzende des ADAC Hansa, Ingo Meyer, am Mittwoch. Dies gelte laut der Studie für hupende Auto- und rücksichtslose Fahrradfahrer gleichermaßen.

Radfahrer besonders unzufrieden

Auch der Zustand der Radwege wird kritisiert, obwohl der rot-grüne Senat seit 2015 von der „Fahrradstadt Hamburg“ spricht. Bereits im Mai schnitt die Stadt beim ADFC-Fahrradklimatest schlecht ab.

Beim öffentlichen Nahverkehr hingegen liegt die Hansestadt auf dem sechsten von 16 Plätzen. Auch Fußgänger seien in Hamburg überdurchschnittlich zufrieden.

Die gesamte Studie könnt ihr hier einsehen.

lus/dpa