Bundesliga ohne den HSV? Undenkbar. Bei drei ausstehenden Spielen und fünf Punkten Rückstand ist der Klassenerhalt quasi schon sicher. Es gibt gute Gründe, warum der Dino auch nächste Saison erstklassig spielt – auch wenn ganz Fußball-Deutschland nicht mehr daran glaubt.

1. Pollersbeck alias Neuer?

HSV-Torhüter Julian Pollersbeck hat mit durchschnittlich über 55 Ballkontakten pro Spiel gefühlt mehr als alle Mannschaften im Abstiegskampf zusammen. Vielleicht ist die seit neuestem wasserstoffblonde Nummer eins gar nicht Julian Pollersbeck, sondern Manuel Neuer. Bei den Bayern ist der nämlich angeblich „verletzt“. Pollersbeck besticht im gleichen Zeitraum mit Glanzparaden. Just saying.

2. HSV-Spione im Einsatz

Der HSV hat seine Geheimagenten gezielt bei der Konkurrenz platziert. Ex-Trainer Bruno Labbadia, der Retter von 2016, ist inzwischen beim Tabellen-14. VfL Wolfsburg unter Vertrag. Bei Mainz 05 sorgen gleich drei Ex-Hamburger, René Adler, Nigel de Jong und Levin Öztunali, für bessere Chancen im Abstiegskampf. Und wenn doch noch etwas schiefgehen sollte, gibt es ja noch Manuel Gräfe. Der Bundesligaschiedsrichter wird auch in diesem Jahr den Zeitpunkt für einen Freistoß in der Schlussminute nicht verpassen.

3. Wie die Kneipe, so der HSV

Die berühmte HSV-Kneipe mit dem Namen UnabsteigBar will auch in Zukunft so heißen. Dort wurde schon so mancher Sieg – vor allem in der Relegation – gefeiert, aber auch etliche Tränen vergossen. Eine Umbenennung in WiederaufsteigBar oder NiewiederzweiteligaBar würde die Stammkunden in die Flucht treiben.

4. Das Nordderby muss weiterleben

Bereits 108 Mal in der Geschichte der Bundesliga gab es das Nordderby zwischen dem HSV und Bremen. Auch wenn sich die Fans beider Teams immer den Abstieg des Rivalen wünschen, insgeheim gibt es für beide Städte kein emotionaleres Fußballspiel als das Elbe-Weser-Duell.

5. Großer und kleiner HSV gehören zusammen

Hannover 96 – in der Bundesliga als der kleine HSV bekannt – wird dieses Jahr nicht absteigen. Der große HSV wird den kleinen Bruder nicht alleine lassen.

6. Die Stadionuhr wird in Hamburg weiterlaufen

Der Akku der Stadionuhr ist noch funktionsfähig. Woche für Woche erinnert sie den HSV daran, als einziger Verein noch nie aus der Bundesliga abgestiegen zu sein. Bei einem möglichen Abstieg müsste der HSV die Uhr eventuell an Schalke 04 abtreten, damit sie dort als „Nicht-Meister-Uhr“ weitertickt.

7. Dinosaurier leben länger

Die erste Generation der Dinosaurier ist erst nach 169 Millionen Jahren ausgestorben. Da der HSV „erst“ seit 55 Jahren in der Bundesliga spielt, wird der „Dino“ also noch genau 168.999.945 Jahre in der Bundesliga spielen. Der Dino Hermann kann also ohne weiteres Maskottchen des HSV bleiben.
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Ted Koob, Jahrgang 1991, ist ein Kind Europas: Mit acht Jahren nahm der Luxemburger am Gesangswettbewerb „Zecchino d’Oro“ im italienischen TV teil. Außerdem spricht er luxemburgisch, deutsch, französisch, englisch und italienisch und hat in Belgien Musik studiert. Ted ist nicht nur ein Sprach-, sondern auch ein musikalisches Talent (Geige, Schlagzeug, Klavier). Deswegen arbeitete er nach dem Studium zunächst als Musiklehrer, entdeckte dann aber den Journalismus für sich. Ein zweites Bachelorstudium in Journalistik sowie Praxiserfahrung beim „Luxemburger Tageblatt“, dem ZDF und „11 Freunde“ bestärkten ihn im Berufswunsch. Nach der Arbeit lässt er den Tag gerne auf dem Rasen ausklingen und kickt in einer Hobby-Mannschaft. tek
Henrik "Harry" Bahlmann, Jahrgang 1994, ist seit zehn Jahren Praktikant im Installationsbetrieb seines Vaters. Mittlerweile kann er sogar gerade flexen. Wenn er irgendwo Fußball hört, ist er dabei. Als er aber ein halbes Jahr in Madrid studierte, schaffte er es nur zweimal ins Bernabéu-Stadion, obwohl er nur zehn Gehminuten entfernt wohnte. Für die Nordwest-Zeitung muss Henrik über Handball schreiben. Sportjournalismus hat er auch studiert, seinen Bachelor machte er an der Hochschule Macromedia in Hamburg. Möchte man ihn locken, gelingt das mit seiner liebsten Sonntagsbeschäftigung: Kaffee und Kuchen. Auch wenn er sich dabei etwas alt vorkommt. Sein größter Sieg: Einmal stand er in der Regionalliga im Tor – kassierte allerdings fünf Treffer. Kürzel: heb
Christopher Bahl, Jahrgang 1992, hatte in seinem Praxissemester für den lokalen Fernsehsender „Hamburg1“ viele Promis und Politiker vor der Kamera. Olaf Scholz traf er wöchentlich, aber auch Jorge González, bekannt aus „Germany‘s Next Topmodel“, und Fußball-Legende Uwe Seeler. Der studierte Bibliotheks- und Informationsmanager entdeckte dabei die Arbeit mit der Kamera für sich. Als Komparse ist er außerdem öfter Teil von Kinofilmproduktionen – zuletzt als Junggeselle bei „Gipsy Queen“. Beim Fernsehjournalismus will der gebürtige Hamburger gerne bleiben und irgendwann mal alle Hauptstädte Europas bereist haben. Kürzel: cb