Pünktlich zum 111. Geburtstag kommt Elefanten-Baby
Pünktlich zum 111. Geburtstag kommt Elefanten-Baby "Brausepaul" - Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Hagenbecks Tierpark feiert seinen 111. Geburtstag. Seit über einem Jahrhundert können Hamburger in Stellingen exotische Tierarten bewundern und viel über die Zoo-Bewohner lernen. Passend zum heutigen Tag haben wir elf Fakten rund um die Hagenbecks und ihre Tiere zusammengestellt.

1.Gottfried Hagenbeck war ursprünglich Fischer.

Die ersten Tiere, die Gottfried Hagebeck 1848 auf dem Fischmarkt zur Schau stellte, waren sechs Seehunde. Erst als sein Sohn Carl Hagenbeck 1866 das Geschäft übernahm, wurde die Sammlung erweitert – auch Menschen aus anderen Ländern wurden ausgestellt. Seit 1907 ist Hagenbecks Tierpark in Stellingen.

Hagenbecks-Tierpark_Kolonialismus_Postkolonialismus

2. Am 5. Mai 2018 kam ein neues Elefantenbaby zur Welt.

Der Bulle wiegt um die 100 kg und wird von seinen Betreuern liebevoll „Brausepaul“ genannt. Was viele Menschen nicht wissen: Elefanten sind die einzigen an Land lebenden Säugetiere, die nicht springen können.

Hagenbecks Brausepaul
Hagenbecks Brausepaul – Foto: Hagebecks Tierpark/dpa

3. 2016 wurden die zwei homosexuellen Pinguine Stan und Olli im Tierpark Hagenbeck aufgenommen.

Die beiden Königspinguine stammen ursprünglich aus einem Berliner Zoo, wo sie Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP waren. Übrigens sind Pinguine auch kitzelig.

4. Zu den größten Attraktionen in Hagenbecks Tierpark gehören die Giraffen.

Diese können Besucher im Sommer sogar selbst füttern. Im Übrigen schlafen die durchschnittlich 4,5 Meter großen Säugetiere täglich nur sieben Minuten.

5. Von 1971 bis 1996 gab es im Tierpark ein Delphinarium.

Dort konnten die Besucher Delphine, Seelöwen und sogar einen Schwertwal sehen. Nachdem ein Delphin während einer Show gestorben war, wurde das Gehege geschlossen.

6. Zoo-Besucher können in Hagenbecks Tierpark auch Seekühe unter Wasser beobachten.

Zwar haben die Säugetiere im Verhältnis zu ihrer Körpermasse das kleinste Gehirn, lernen aber Kunststücke genauso schnell wie Delfine.

7. Der Begründer des Zoos, Carl Hagenbeck, erfand das Panorama- und Freigehege.

Diese Form der Tierhaltung hat sich auf der ganzen Welt verbreitet.

Porträt Carl Hagenbeck mit dem Walroß - Lovis Corinth
Porträt Carl Hagenbeck mit dem Walroß – Lovis Corinth

8. Nilpferde gehörten zu den ersten Tieren, die unter Carl Hagenbeck im Tierpark ausgestellt wurden.

Heute gibt es zwar keine Nilpferde mehr zu sehen, bemerkenswert sind die Tiere aber trotzdem. Flusspferde sondern nämlich ein Sekret ab, das wie eine körpereigene Sonnencreme funktioniert.

9. Hagenbecks Tierpark war der erste deutsche Zoo, in dem ein Walross-Baby geboren wurde.

2014 kam der 57 kg schwere Wallrossbulle Thor zur Welt. Ein ausgewachsenes Walross kann bis zu einer Tonne schwer werden.

10. In Hagenbecks Tierpark werden täglich 4.000 Euro für Tierfutter ausgegeben.

Die Gesamtkosten für den normalen Betrieb belaufen sich auf 41.000 Euro am Tag.

11. Im Jahr 2000 bekam der Hamburger Zoo überraschend Besuch von Michael Jackson.

Der Popstar fuhr in zwei Limousinen mit getönten Scheiben vor und spazierte in Begleitung von zwei Kindern gute zwei Stunden durch den Park.

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Nadine von Piechowski, Jahrgang 1992, studiert in dem Gebäude, in dem sie geboren wurde: die Finkenau 35, früher eine Geburtsklinik, heute die HAW Hamburg. Bislang hat sie nur nördlich der Elbe gelebt: In Kiel und Kopenhagen studierte sie Geschichte und Archäologie. Nadines ursprünglicher Plan: ein weiblicher Indiana Jones werden. Hut und Peitsche hat sie als Ausrüstung zum Abschluss schon geschenkt bekommen. Trotzdem will sie lieber in den Journalismus. Nadine absolvierte diverse Praktika, etwa in der Pressestelle des Bundes für Natur und Umweltschutz und bei „Radio Hamburg“ in der Redaktion. Beim Helms-Museum in Harburg lektorierte sie einen Ausstellungskatalog. Sie schreibt unter anderem für den Blog „Typisch Hamburch“. In ihrer Freizeit spielt sie Handball und versucht, mit ihrem bienenfreundlichen Balkon die Welt zu retten. Kürzel: nvp
Hannah Lesch, Jahrgang 1994, überlebte bereits Wildwasser-Rafting mit Krokodilen in Namibia. Dort hat sie auch Bogenschießen gelernt. Nach dem Bachelor im Wissenschaftsjournalismus ging sie für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Afrika, um für die „Deutsche Welle Akademie“ Trainings für Medienschaffende anzubieten. Nebenbei organisierte sie ein Festival, bei dem in 48 Stunden Filme produziert wurden. Wissenschaftsjournalistin möchte sie werden, seit sie bei „Jugend forscht“ einen Preis gewonnen hat. Dafür kartierte sie Mauereidechsen. Und nein, mit Harald Lesch ist sie nicht verwandt. Ihren Namensvetter und ihr Idol würde sie trotzdem gerne mal treffen. Immerhin: Seine Gehaltsabrechnung wurde ihr beim Praktikum beim „Bayerischen Rundfunk“ aus Versehen zugestellt. Geöffnet hat sie diese aber nicht. Kürzel: hl