Die Vielfältigkeit Perus spiegelt sich auch in Farben und der Musik wider. Foto: Luisa Höppner

Peru ist landschaftlich und kulturell extrem vielfältig. Im Konsulat des Landes können die Besucher Eindrücke vom Machu Picchu gewinnen und die Millionenmetropole Lima entdecken. Kostprobe der landestypischen Spezialität inklusive.

Großzügige lichtdurchflutete hohe Räume, Dielenboden und Stuck an der Decke umgeben an diesem Abend die Besucher des peruanischen Generalkonsulats in Winterhude. Erst die Dekoration, die Landesflagge und die Fotodrucke an den Wänden rufen Assoziationen mit Peru hervor. Aus allen Ecken des Hauses vernimmt man spanische und deutsche Gesprächsfetzen: „Bienvenidos. Qué tal? Guten Abend. Qué es eso? Was ist das für ein köstlicher Duft hier?“ Etwa 60 Menschen sehen sich interessiert in den Räumlichkeiten des Konsulats um.

Las Empanadas ricas

„Vamos a comer las empanadas, Andrea“ (Lass uns die Empanadas probieren, Andrea), hört man eine kleine rundliche Frau in dunkelblauem Kostüm sagen. Die zwei Frauen, die offenbar Peruanerinnen sind, begeben sich an einen von Menschen umringten Tisch, auf dem die gold-gelben Hackfleisch-Teigtaschen zum Probieren liegen. Auch einen klaren peruanischen Schnaps kann man sich hier ausschenken lassen. Andrea beißt in das kleine rundliche Gebäckstück und schließt die Augen. Ihre Lippen glänzen von dem Fett. „Son ricos“ (Die sind lecker), sagt sie mit noch vollem Mund. Dabei lächelt sie zufrieden.

Die Empanadas überzeugen vor allem Fleisch-Liebhaber. Foto: Luisa Höppner

Der Duft von Oregano und Hackfleisch verbreitet sich in jedem Raum des Hauses. Aus dem großen Zimmer, das zur Straße zeigt, tönt peruanische Folklore. Hier ist gerade auf zwei Bildschirmen ein Film zu sehen, der die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Vielfalt Perus nimmt: vom Machu Picchu über die Architektur-Highlights von Lima bis tief in den Amazonas hinein. Die Zuschauer lassen die Eindrücke auf sich wirken. Manche wippen mit einem überschlagenen Bein im Takt der Musik. Ein grauhaariger Mann sagt zu seiner Begleiterin: „Die Musik, die wir hören ist eine moderne Mischung aus indigenem Geist und hispanischen Strömungen“

Sechs Fakten über Peru

Schon gewusst?

  1. Peru besitzt mit seiner etwa 10.000 Jahre alten Geschichte eine außergewöhnliche multikulturelle Vielfalt: Man begegnet vor Ort zahlreichen archäologischen Fundstätten, sogar zwölf UNESCO Weltkulturerbestätten, Naturschutzgebieten, dem Amazonas, der Pazifikküste und einzigartigen Berglandschaften.
    Peruanisches Kunsthandwerk. Foto: Luisa Höppner
  2. Die Nation ist ein absolutes Künstlervolk: Bemalte Vasen aus Ton, Holzschnitzereien und bunte Weberzeugnisse sind nur ein Teil des kulturellen Erbes, das auch im Konsulat zu bewundern ist.
  3. Der Amazonas ist der längste Fluss der Welt. Seine Quelle entspringt in Peru.
  4. Die Frauen indigener Quechua-Völker tragen je nach Beziehungsstatus unterschiedliche Kopfbedeckung. Verheiratete Frauen tragen Hüte aus Stroh, während ledige Frauen Stoffhüte tragen. Kinder, die aus Ehen hervorgehen, gelten nicht als dem Ehepaar oder einer Familie angehörig, sondern als Eigentum der Gemeinschaft.
  5. In Peru wachsen mehr als 3.000 verschiedene Kartoffelsorten und 55 Maissorten.
  6. Auch Peruaner lieben Ferrero-Küsschen. Die gibt es im Konsulat neben den Empanadas nämlich auch.

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