Geschichten über Leichenfunde, Psychiatrieaufenthalte und verschrobene Ermittler: Vom 6. bis zum 10. November findet das 12. Krimifestival auf Kampnagel statt. 

Leichen im stillgelegten Sägewerk, im Hochmoor oder auf dem Obduktionstisch: Beim  Krimifestival auf Kampnagel stehen wieder Mordopfer auf dem Programm. Unter dem Motto „Untersuchungshaft“ findet das Festival vom 6. bis zum 10. November zum zwölften mal statt. Auch in diesem Jahr gibt es Lesungen, ein Live-Hörspiel und viele Buchvorstellungen.

Von Abgründen und Serienkillern

Von Nele Neuhaus bis Jesper Stein stellen nationale und internationale Autorinnen und Autoren die Neuheiten der Krimiliteratur vor. Nicht nur beklemmende Thriller wie der über einen Stockholmer Serienmörder, „Die Opfer, die man bringt“ von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt, auch humorvolle Geschichten wie der Alpenkrimi „Am Abgrund lässt man gerne den Vortritt“ von Jörg Mauerer sind dabei im Gespräch. Neben den Lesungen steht auch „Der Hexer“ von Edgar Wallace auf dem Programm – als Live-Hörspiel. Mit dabei sind bekannte Stimmen wie die von Oliver Rohrbeck, dem „ersten Detektiv“ Justus Jonas aus „Die Drei ???“.

Auch Gerichtsmediziner Michael Tsokos ist zu Besuch auf dem Krimifestival. Zuletzt trat er als Co-Autor neben Sebastian Fitzek in „Abgeschnitten“ in Erscheinung, nun feiert Tsokos sein zehnjähriges Jubiläum als Schriftsteller. In seinem aktuellen Buch geht es um seine Arbeit, es klärt unter der Titelfrage „Sind Tote immer leichenblass?“ über die größten Irrtümer der Rechtsmedizin auf.

Wer Leichen auf dem Tisch hat, hat ziemlich viel zu erzählen: „Ich werde oft gefragt, ob sich mein Blick auf den Tod gewandelt habe. Meine Antwort lautet: Nicht der Blick auf den Tod. Aber der Blick auf das Leben“, sagt Tsokos. Mehr Einblicke in Michael Tsokos Arbeit gibt es am 9. November um 21 Uhr. Für die weiteren Lesungen lohnt sich ein Blick ins Programm.

Tickets für die Veranstaltungen des Krimifestivals gibt es von 3 bis 20,50 Euro. 

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Für Sophie Schreiber, Jahrgang 1994, beginnt ein gemütlicher Morgen nicht nur spät, sondern auch mit einem Frühstück im Bett. Auf Reisen sucht sie hingegen das Abenteuer: Nach dem Abitur durchquerte sie Australien und machte einen Roadtrip durch Deutschland. In Hamburg ist sie allerdings fest verwurzelt. Selbst während ihres Studiums der Kulturwissenschaften in Lüneburg pendelte sie. Ihr Faible für das Schreiben entdeckte sie während eines Praktikums in der Hamburger Redaktion von „Kulturnews“. Dort sammelte Sophie erste Erfahrungen im Lokaljournalismus, führte Interviews und berichtete über Festivals. Ihr Wissen kann sie nun bei FINK.HAMBURG anwenden und vertiefen. Das Pendeln hat damit auch ein Ende und Sophie bleiben morgens ein paar Minuten länger unter der Bettdecke. Kürzel: sch