Die Polizei musste wegen eines Streits um ein Dreirad in einer Hamburger Kita eingreifen. Foto: Pixnio
Die Polizei musste wegen eines Streits um ein Dreirad in einer Hamburger Kita eingreifen. Foto: Pixnio

Ein Streit um ein Dreirad hat in einer Hamburger Kita für einen Polizeieinsatz gesorgt. Eine Mutter hatte die 110 angerufen, weil sich die Kinder gegenseitig angeschrien und gekratzt hatten. Es ist nicht der erste Fall übervorsorglicher Eltern.

Bei einem handfesten Streit um ein unmotorisiertes Fahrzeug ist es in Winterhude zu einem Polizeieinsatz gekommen. Die Streithähne: Zwei Kindergarten-Kinder. Die beiden Dreijährigen hatten sich in einer Kindertagesstätte bei einem Disput um ein Dreirad angeschrien und gegenseitig gekratzt, berichtet das „Hamburger Abendblatt“.

Die Mutter eines beteiligten Kindes wählte daraufhin die 110. Die Polizei schickte einen Streifenwagen zur Kita. Ob die Polizeibeamten in Anbetracht der unübersichtlichen Lage mit Blaulicht vorfuhren, ist nicht bekannt.

Obwohl eines der Kinder gerötete Wangen davongetragen hatte, gab es keine Festnahmen. „Unsere Kollegen haben die Situation vor Ort in einem Gespräch befrieden können“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Die Geschäftsführerin der Kita zeigte sich ob des Notrufs verwundert. „Es ist normalerweise nicht üblich, in solchen Fällen die Polizei zu verständigen“, sagte sie dem „Abendblatt“. Sie bestätigte, dass die Kinder minimale Schrammen im Gesicht davongetragen hätten. Ob die Kitaleitung interne Konsequenzen ziehen wird, ist unklar, juristische Schritte sind wohl nicht zu befürchten.

Helikopter-Eltern mit Überfürsorge

Immer wieder sorgen überfürsorgliche Eltern für Lacher in den sozialen Netzwerken. Die sogenannten „Helikoptereltern“ schicken ihre Kinder beispielsweise wegen eines verschluckten Eiswürfels in die Notaufnahme. Ein Klassiker.

Die beiden „Spiegel Online“-Redakteurinnen Lena Greiner und Carola Padtberg haben sogar ein Buch mit Geschichten über Helikoptereltern gefüllt. Mit teilweise unglaublichen Storys. So wird in dem Buch „Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag“ beschrieben, wie die Mutter eines Grundschulkindes während der Unterrichtszeit auf dem Schulgelände blieb, um ihr Kind zu observieren.

„In der Pause versteckt sie sich hinter Büschen und späht von dort auf den Schulhof, um sicherzugehen, dass ihm ja kein Unrecht geschieht“, berichtete die Lehrerin des Kindes.

heb

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Henrik "Harry" Bahlmann, Jahrgang 1994, ist seit zehn Jahren Praktikant im Installationsbetrieb seines Vaters. Mittlerweile kann er sogar gerade flexen. Wenn er irgendwo Fußball hört, ist er dabei. Als er aber ein halbes Jahr in Madrid studierte, schaffte er es nur zweimal ins Bernabéu-Stadion, obwohl er nur zehn Gehminuten entfernt wohnte. Für die Nordwest-Zeitung muss Henrik über Handball schreiben. Sportjournalismus hat er auch studiert, seinen Bachelor machte er an der Hochschule Macromedia in Hamburg. Möchte man ihn locken, gelingt das mit seiner liebsten Sonntagsbeschäftigung: Kaffee und Kuchen. Auch wenn er sich dabei etwas alt vorkommt. Sein größter Sieg: Einmal stand er in der Regionalliga im Tor – kassierte allerdings fünf Treffer. Kürzel: heb

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