Wenn die Abende länger werden und Live-Musik durch Hamburgs Straßen dröhnt, ist es wieder soweit: Die Zeit der Straßenfeste und -festivals beginnt. Wir haben für euch sieben Highlights herausgesucht. Klassiker und Geheimtipps.

Osterstraßenfest in Eimsbüttel

Vom 4. bis 5. Mai verwandelt sich die Osterstraße in eine bunte Festmeile und läutet traditionell die Hamburger Straßenfestsaison ein. Auf dem Flohmarkt feilschen Besucher und Anwohner um alten Trödel, auf den drei Bühnen spielen Live-Bands auf. Auch Newcomer bekommen hier eine Chance ihre Songs zu performen. Auf der Gastromeile präsentieren Hamburger Craftbeerhäuser ihr Sortiment und Food-Trucks bieten Burger oder Veganes an.

Immer gut besucht: Buntes Treiben auf der Osterstraße in Eimsbüttel. Foto: www.osterstrassenfest.com

4. bis 5. Mai: Osterstraße, Höhe Schulweg bis Methfesselstraße | Samstag von 10 bis 24 Uhr, Sonntag von 10 bis 19 Uhr | Flohmarkt: Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr


Stadtfest in St. Georg

Am letzten Mai-Wochenende glühen die Kantsteine in der Langen Reihe beim Stadtfest St. Georg. Am 25. und 26. Mai treten auf der Kultur- und Newcomerbühne Bands und Stadtteilchöre auf. Bei Stadtteilführungen und Ausstellungen in den verwinkelten Hinterhöfen des Viertels könnt Ihr St. Georg richtig kennenlernen. Neben Restaurants und Bars bieten auch Stände Drinks und Fingerfood an. Das Familienareal ist mit Hüpfburgen und Tramoplinen augestattet. Der Flohmarkt findet in der Baumeisterstraße wird statt.

Kulturelle Vierlfalt: Musikperformance in St. Georg. Foto: Ahoi Events

25. bis 26. Mai: Lange Reihe | Samstag von 12 bis 24 Uhr, Sonntag von 12 bis 22 Uhr | Flohmarkt (Baumeisterstraße bis zum Hansaplatz): Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr


Straßenfest Altona und Ottensen

Die Altonale ist eines der größten Kulturfestivals Norddeutschlands. Höhepunkt und Abschluss bildet jedes Jahr das Straßenfest. In Hinterhöfen und auf öffentlichen Plätzen in Altona und Ottensen findet es dieses Jahr vom 14. bis 16. Juni statt. Auf dem Kunst- und Designmarkt könnt Ihr Malereien, Zeichnungen und Fotografien kaufen. Altonas Straßen, Höfe und Grünflächen können von Euch ganz neu entdeckt werden. Sechs Bühnen sorgen zudem für ein abwechslungsreiches Musik- und Showprogramm.

Eure Wände könnten etwas Farbe vertragen? In Altona findet Ihr Kunst für jeden Geschmack. Foto: Thomas Panzau

14. bis 16. Juni: Von der Fabrik bis zum Altonaer Rathaus und von der Motte bis zur Großen Bergstraße | Uhrzeit noch nicht bekannt Flohmarkt (Platz der Republik): 15. und 16. Juni von 10 bis 17 Uhr


Eppendorfer Landstraßenfest

Die Grand Dame unter den Hamburger Straßenfesten geht in die 38. Runde. Vom 22. bis zum 23. Juni könnt ihr auf zwei Kilometern das (hoffentlich) gute Wetter genießen. Schlendert von der Live-Bühne am Eppendorfer Marktplatz bis zum Flohmarkt am Eppendorfer Baum. Beim legendären Kellner-Rennen könnt Ihr die Läufer anfeuern, die für ihr Lokal mit Tablett und Biergläsern an den Start gehen.

22. bis 23. Juni: Eppendorfer Landstraße, Höhe Eppendorfer Marktplatz bis Eppendorfer Baum Samstag von 11 bis 23 Uhr, Sonntag von 11 bis 21 Uhr Flohmarkt: Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr


Uhlenhorster Stadtteilfest

Ab ans Ostufer der Außenalster! Am 17. und 18. August trifft Kunst auf Kultur, Kultur auf Musik, Musik auf Kulinarisches und Kulinarisches auf gut gelaunte Uhlenhorster. Einst hieß das Stadtteilfest „Dat Uhlenhorst“, in diesem Jahr geht es zum elften Mal an den Start, erstmals als Uhlenhorster Stadtteilfest. In den Straßen entlang hochherrschaftlicher Häuserfassaden gibt es Food-Stände, Straßenkunst, Outdoor-Dancefloors und Theaterbühnen. Ein Flohmarkt findet an beiden Tagen statt.

Essenststand auf dem Uhlenhorster Stadtteilfest.
Es ist nicht immer nur Pommes und Disco. Beim Uhlenhorster Stadtteilfest schon. Foto: Thomas Panzau

17. bis 18. August: Hofweg und Papenhuder Straße Samstag von 11 bis 23 Uhr, Sonntag von 11 bis 21 Uhr Flohmarkt: Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr


Dulsberger Straßenfest

Schon mal Dulsberg auf den Kopf gestellt? Wir auch nicht. Wird aber mal Zeit. Die Möglichkeit dazu besteht am 7. September, dann startet das Dulsberger Straßenfest in der Dithmarscher Straße. Geplant sind ein Bühnenprogramm und ein Flohmarkt. Warum also nicht im Spätsommer bei Live-Musik mit einem Bierchen in der Hand durch Dulsbergs Straßen vagabundieren?

7. September: Dithmarscher Straße | Samstag von 10 bis 21 Uhr Flohmarkt: ganztägig


Stadtfest Winterhude

Auch um den Mühlenkamp herum wird es noch mehr Rummel geben als sonst. DJs, Comedy- und Tanz-Auftritte, Flohmärkte und Hüpfburgen erwarten Euch am 14. und 15. September in Winterhude. Am Goldbekhaus stehen Stand-Up-Paddle-Boards bereit, auf denen Besucher den Stadtteil von den Kanälen aus betrachten können. Ein Bühnenprogramm findet an der der Ecke zur Körnerstraße statt, der obligatorische Flohmarkt an beiden Tagen auf dem Schinkelplatz.

Gedränge zwischen den Bordsteinen auf dem Mühlkamp.
Gedränge zwischen den Bordsteinen auf dem Mühlenkamp. Foto: Luise Reichenbach

14. bis 15. September: Mühlenkamp, Gertigstraße und Schinkelstraße | Samstag von 12 bis 23 Uhr, Sonntag von 12 bis 22 Uhr Flohmarkt: Samstag und Sonntag von 9 bis 17 Uhr

lr/max

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Luise Reichenbach, Jahrgang 1994, hat vier Vornamen, nutzt aber keinen davon. Die Hamburgerin legt sich nicht gerne fest: Sie zog von Hamburg nach Bayern, wechselte von Wirtschaft zur Kommunikationswissenschaft und redet mal über Schrotträder, mal über moderne Malerei. Im Zweitfach studierte Lissy Kunstgeschichte und lernte beim deutschen Cocktailmeister den perfekten Whiskey Sour zu mixen. Bei Scholz & Friends in Berlin arbeitete sie unter anderem für Amnesty International, Mercedes und Vodafone. Für Montblanc organisierte sie Messen für die neuen Kollektionen in ihrer Heimatstadt Hamburg. Am Wochenende steht sie im Schanzenviertel am Kickertisch oder klappert mit ihrem Rad die Flohmärkte ab, immer auf der Suche nach seltenen Bildern oder neuem Lesestoff. Kürzel: lr
Harald Schmidt hat 1995 gesagt, dass Kinder nur noch Max, Paul oder Leonard heißen. „Namen wie blank geputzte Holztische“. Zu diesem Zeitpunkt war Max Paul Leonard Nölke seit zwei Monaten auf der Welt. Der Dortmunder Knirps teilt mit seinen Namensvettern Hobbys wie Fußball, Musik hören und Freunde treffen. Soweit, so blank geputzt. Markanter ist Max‘ Schreibe. Der herbe Ruhrpott-Schlag gepaart mit seinem Feingefühl brachten ihn in die Redaktionen der Dortmunder “Ruhr Nachrichten” und der Berliner “taz”. In Marburg hat er Sprache und Kommunikation studiert, kann auf Italienisch einen Ramazzotti bestellen und auf Niederländisch eine Frikandel Speciaal. Am liebsten sind ihm aber die Kohlrouladen von Mama. Irgendwann will er mal mit Olli Schulz ein Fischbrötchen verspeisen. Der ist sowieso lustiger als Harald Schmidt. Kürzel: max