Schon mal im St. Pauli Museum gewesen? Oder im Museum der Elektrizität? Am 18. Mai bietet die Lange Nacht der Museen Gelegenheit für einen Streifzug von 18 Uhr bis 2 Uhr morgens. Vielerorts gibt es Vorträge und Sonderführungen.

Welche Museen nehmen teil?

57 Häuser machen in diesem Jahr bei der Langen Nacht der Museen mit: von Klassikern wie den Deichtorhallen oder der Hamburger Kunsthalle über das Kindermuseum Klick und das Museumsschiff Rickmer Rickmers bis hin zum Deutschen Zusatzstoffmuseum oder der Udo-Lindenberg-Ausstellung in der Panik City. In unserer interaktiven Karte findet ihr alle teilnehmenden Museen.

Wo gibt es Tickets für die Lange Nacht der Museen?

Eintrittskarten gibt es vorab im Onlineshop zum Selbstausdrucken oder in allen teilnehmenden Museen. Kurzentschlossene bekommen auch an der Abendkasse in allen Häusern noch Karten zu den gleichen Preisen wie im Vorverkauf.

Erwachsene zahlen 17 Euro (ermäßigt 12 Euro). Neu ist in diesem Jahr das Junge-Nacht-Ticket für alle 13- bis 17-jährigen Besucher*innen für 4 Euro. Kinder bis einschließlich 12 Jahre zahlen keinen Eintritt.

Für einige Veranstaltungen ist eine kostenlose Reservierung erforderlich. Hinweise dazu gibt es im offiziellen Veranstaltungsprogramm.

Wie komme ich mit Bus und Bahn von A nach B?

Wer möglichst viele Museen abklappern will, sollte das Auto stehen lassen: Im Veranstaltungsticket ist eine Fahrkarte für den HVV-Gesamtbereich enthalten. Der reguläre Nahverkehr wird durch elf Shuttle-Buslinien ergänzt, die die verschiedenen Museen direkt ansteuern. Zentraler Abfahrtspunkt: Deichtorplatz.

Die Besucher*innen können sich zwischen dem Anleger Sandtorhöft und der Pontonanlage des Hafenmuseums auf einer Barkasse durch den Hafen befördern lassen. Der historische Alsterdampfer St. Georg, das älteste fahrtüchtige Dampfschiff Deutschlands, pendelt zwischen Jungfernstieg und dem Museum der Arbeit am Osterbekkanal in Barmbek.

Nach einer vorherigen Anmeldung können während der Langen Nacht der Museen außerdem die Stadträder kostenfrei genutzt werden – und zwar auch länger als 30 Minuten.

Was bietet das Programm?

Das diesjährige Motto lautet „Museen bewahren Vielfalt“. Bei insgesamt 915 Veranstaltungen sollte für alle etwas dabei sein. Auf der Homepage der Langen Nacht der Museen können sich die Besucher*innen ihre eigene Tour zusammenstellen.

Das Programm ist bunt: Geocaching im Altonaer Museum, Führungen durchs Polizeimuseum mit echten Kommissaren oder ein nächtlicher Besuch im Hühnerstall von Gut Karlshöhe. Eine Yogasession im Hamburger Kunsthaus, Teeverkostung im Speicherstadtmuseum, ein Besuch der Ausstellung „Generation Wealth“ der amerikanischen Dokumentarfotografin Lauren Greenfield im Haus der Photographie und im Dialoghaus Hamburg kann man erfahren, wie es ist, alt zu sein.

Für Pokémon-Go-Fans könnte der Abend ebenfalls spannend werden: Hersteller Niantic ist Partner der Langen Nacht der Museen und stattet jedes teilnehmende Museum mit einem Pokéstop aus. Außerdem soll ein seltenes Pokémon häufiger erscheinen …

Und wenn die Nacht doch zu kurz war?

Wer nach dem Hopping noch nicht ins Bett will, erhält ab 23 Uhr mit dem Veranstaltungsticket freien Eintritt zur Aftershow-Party in der Bastion am Museum für Hamburgische Geschichte. Hier legt das DJ-Duo Discofamily auf.

Am darauffolgenden Sonntag, 19. Mai, ist außerdem Internationaler Museumstag. Mit dem Veranstaltungsticket der langen Nacht gibt es auch hier noch einmal freien Eintritt zu allen teilnehmenden Museen. Hebt euer Ticket also gut auf.

Titelfoto: Museumsdienst Hamburg/F. Krems

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Lea Zurborg, Jahrgang 1995, geht in ihrer Freizeit auf Glitzersockenjagd. Besonders gerne trägt sie die mit dem Pinguinmotiv. Im Norden fühlt sie sich wohl: In Kiel ist sie geboren, nach einem freiwilligen Jahr in der Kultur- und Wissenschaftskommunikation startete sie ihr Biochemie-Studium in Hannover. Wenn man sie nachts weckt, kann sie aus dem Stand über monoklonale Antikörper referieren. Neben dem Bachelor begann sie eine studienbegleitende Journalistenausbildung an der Katholischen Journalistenschule ifp in München. Beim "Ostfriesischen Kurier" und bei den "Kieler Nachrichten" lernte sie unter anderem lokale Berichterstattung sowie Online-Journalismus und setzte ein Multimediaprojekt zum Zustand der Ostsee um. Ins Labor kehrt sie vorerst nicht zurück, erforscht aber ihre neue Heimat Hamburg. Kürzel: lzu
Dustin Balsing, geboren 1993, verwandelte als Kapitän seiner Tennismannschaft gleich zweimal den alles entscheidenden Matchball zum Aufstieg. Auch sonst ist er sportbegeistert. Neben Tennis und Basketball gilt seine größte Leidenschaft dem Fußball. Für sein Studium der Publizistik ging er als Numerus-Clausus-Flüchtling von Würzburg nach Wien. Dort schrieb der gebürtige Kölner und Hertha-Fan Beiträge und Moderationstexte für einen Nachrichtensender und arbeitete über ein Jahr als Online-Redakteur beim Sportportal “Laola1”. Wien ist für ihn wie ein riesiges Museum, nicht nur die Stadt, sondern auch der Dialekt machen ihm Spaß. Kölsch, Schwäbisch, Sächsisch, Berliner Schnauze: Dustin spricht zwar nicht jede Sprache, aber dafür so gut wie jeden Dialekt. Bald schnackt er auch wie ein Hamburger Jung. Kürzel: dub