Am Sonntag sind Bezirks- und Europawahlen in Hamburg. Vorab haben deutlich mehr Menschen als noch bei der Wahl 2014 Briefwahl beantragt. Auf eine höhere Wahlbeteiligung lässt sich daraus jedoch nicht schließen.

Die Zahl der Briefwähler*innen in Hamburg steigt: Bis zum Donnerstagabend haben mehr als 300.000 Menschen Briefwahl für die Bezirks– und Europawahlen am kommenden Sonntag beantragt. Das sind fast 100.000 mehr als noch bei der letzten Wahl vor fünf Jahren und rund ein Fünftel aller Wahlberechtigten.

Die große Zahl an ausgegebenen Briefwahlunterlagen bedeutet aber nicht, dass auch die Wahlbeteiligung höher ausfällt. Möglicherweise geht der Trend von der Urnen- zur Briefwahl. Landeswahlleiter Oliver Rudolf sagte am Mittwoch: „Ich würde mich freuen, wenn sich das Interesse an der Briefwahl auch am Sonntag in den Wahllokalen widerspiegelt.“

Die Zeit für Briefwahl in Hamburg wird knapp

Wer noch per Brief wählen möchte, kann am heutigen Freitag bis 18 Uhr persönlich in der zuständigen Wahldienststelle Briefwahl beantragen und den Stimmzettel auch gleich vor Ort ausfüllen und abgeben. Wer seine Unterlagen noch nicht mit der Post abgeschickt hat, sollte sie ebenfalls persönlich im Bezirksamt abgeben oder in den Briefkasten werfen. Berücksichtigt werden können nur Briefe, die am Wahlsonntag bis 18 Uhr bei der Bezirkswahlleitung eingehen.

Wer seine Briefwahlunterlagen nicht erhalten hat, kann auch noch am Sonnabend bis 12 Uhr in seiner Wahldienststelle einen Ersatzwahlschein mit Briefwahlunterlagen beantragen. Wichtig ist: Wer Briefwahlunterlagen angefordert hat, kann am Wahltag nicht mit seiner Wahlbenachrichtigung im Wahllokal wählen, denn die Ausgabe von Briefwahlunterlagen wird im Wahlberechtigtenverzeichnis vermerkt.

lzu/dpa

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Lea Zurborg, Jahrgang 1995, geht in ihrer Freizeit auf Glitzersockenjagd. Ihr liebstes Paar ist eines mit Pinguinmotiv. Schon immer balanciert sie auf dem Grat zwischen Wissenschaft und Journalismus: Nach einem freiwilligen Jahr in der Kultur- und Wissenschaftskommunikation studierte sie Biochemie in Hannover. Neben dem Studium jobbte sie in einem Schülerlabor und absolvierte die studienbegleitende Journalistenausbildung an der Katholischen Journalistenschule ifp in München. Unter anderem beim "Ostfriesischen Kurier" und bei den "Kieler Nachrichten" lernte sie lokale Berichterstattung und wie guter Onlinejournalismus funktioniert. Ins Labor kehrt sie vorerst nicht zurück, erforscht aber dafür nun ihre neue Heimat Hamburg. Kürzel: lzu