Das Datenjournalismus-Projekt „Wem gehört Hamburg?“ deckte schwerwiegende Probleme im hiesigen Wohnungsmarkt auf. Am Mittwoch wurde es dafür mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Das Multimediaprojekt „Wem gehört Hamburg?“ gewann am 19. Juni den Grimme Online Award in der Kategorie Information. Mit den Informationen von über 1000 Mieter*innen sind Eigentumsdaten zu 15.000 Wohnungen zusammengekommen. In den Hintergrundrecherchen geht es um Besitzverhältnisse im Hamburger Immobilienmarkt, Profitgier und Geldwäsche.

Entwickelt und umgesetzt wurde das Projekt vom Recherchenetzwerk „Correctiv“ und dem „Hamburger Abendblatt“ in einem eigens dafür eingerichteten Crowdnewsroom. In diesen luden Hamburger Mieter*innen Dokumente, wie ihre Mietverträge, eigenständig hoch. Correctiv weitet die Bürgerrecherche derzeit auf Berlin, Düsseldorf, Minden und Heidenheim aus.

Auch FINK.HAMBURG war Teil des Rechercheteams und veröffentlichte diverse Beiträge über den Wohnungsmarkt.

Unsere Artikel im Rahmen von „Wem gehört Hamburg?“

In der Kategorie Kultur und Unterhaltung war unter anderem „Neos Kosmos“ nominiert. Der ehemalige FINK.HAMBURG-Redakteur Lukas Schepers reiste für das Projekt 2018 nach Griechenland und erzählt in seinem Scrollytelling von den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Menschen.

Der Grimme Online Award gilt als Deutschlands renommiertester Preis für Online-Publizistik. Aus 1200 Vorschlägen hatte die Nominierungskommission 28 Angebote ausgesucht.

Hier geht’s zur Übersicht der diesjährigen Preisträger.

dub/dpa

Titelfoto: Dustin Balsing

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Dustin Balsing, geboren 1993, verwandelte als Kapitän seiner Tennismannschaft gleich zweimal den alles entscheidenden Matchball zum Aufstieg. Auch sonst ist er sportbegeistert. Neben Tennis und Basketball gilt seine größte Leidenschaft dem Fußball. Für sein Studium der Publizistik ging er als Numerus-Clausus-Flüchtling von Würzburg nach Wien. Dort schrieb der gebürtige Kölner und Hertha-Fan Beiträge und Moderationstexte für einen Nachrichtensender und arbeitete über ein Jahr als Online-Redakteur beim Sportportal “Laola1”. Wien ist für ihn wie ein riesiges Museum, nicht nur die Stadt, sondern auch der Dialekt machen ihm Spaß. Kölsch, Schwäbisch, Sächsisch, Berliner Schnauze: Dustin spricht zwar nicht jede Sprache, aber dafür so gut wie jeden Dialekt. Bald schnackt er auch wie ein Hamburger Jung. Kürzel: dub