Ein Gebäude im Hintergrund. Davor einen Fahnengirlande in rotem Licht.
Festivalzentrum Kurzfilm Festival Hamburg. Foto: Annika Börm

Behutsame Erzählungen aus Kambodscha, experimentelle Zeichnungen aus dem Gerichtssaal – das 35. Kurzfilm Festival Hamburg hält Besonderheiten parat. Am 4. Juni steigt die große Eröffnung auf einem ehemaligen Postgelände in Altona.

Bis zu 400 Filme aus aller Welt werden in mehreren Kinos der Stadt gezeigt, wenn vom 4. bis 10. Juni 2019 das 35. Kurzfilmfestival Hamburg stattfindet. So kann man in einer Nacht vom Kunstverein ins Metropolis und zum Festivalzentrum Lampenlager auf einem ehemaligen Postgelände in Altona streifen.

Ein Programm durch die ganze Stadt

Am Kaltenkircherplatz wird am Dienstagabend der Festivalklub Post-Discotheque mit Indie-Sounds von Paul Williams (UK) eröffnet. Los geht es um 21 Uhr, der Eintritt ist frei. Man sollte dort vor allem den Freitag und Samstag mitnehmen. Das Hamburger Elektropop-Duo Me Succeeds steht dann unter anderem auf der Bühne und die DJ, Radiomoderatorin und Organisatorin queerer Partys Yeşim Duman am Mischpult.

Aber kommen wir zurück zum Filmprogramm: Lohnenswert scheint der Kurzfilm „A Million Years“ aus Kambodscha von Danech San. Darin fließen die Gedanken einer jungen Frau so aufgewühlt, wie der Fluss, an dessen Ufer sie sitzt. Mit dem experimentellen Animationsfilm „Gerichtszeichner“ hat Jochen Kuhn einen künstlerisch wertvollen Beitrag über religiösen Wahn geschaffen. Im französischen Dokumentarfilm „Claude“ von Sophie Clavaizolle geht es um ein älteres Paar, das mit der Diagnose Alzheimer lebt.

Beim Kinderkurzfilmfestival Mo und Friese ist für fast jedes Alter etwas dabei: Der Regentanz für Neunjährige, für Vierjähirge das Wolkenkukusheim und mit den Filmen „Tiger ohne Streifen“ oder „Mama weiß es besser“ finden auch Vierzehnjährige spannende Beiträge.

Wie werden die Filme bewertet?

Das Kurzfilm Festival Hamburg ist in drei Wettbewerbskategorien eingeteilt, die von einer Jury bewertet werden. Dazu gehören neben dem internationalen und deutschen Wettbewerb auch der „Flotte Dreier“, bei dem kein Film länger als drei Minuten sein darf. Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 9. Juni, statt. Dort wird auch der Publikums- und der ARTE-Kurzfilmpreis verliehen.

 

acs

Titelfoto: Annika Börm

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Antonie Schlenska tänzelte sich von der Ballerina zur deutschen Hip-Hop-Meisterin. 1993 in Hannover geboren studierte sie Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation in Berlin. Seit ihrer Abschlussarbeit weiß sie alles über Podcasting. In der Vermarktungsabteilung bei Gruner und Jahr analysierte sie den deutschen Zeitschriftenmarkt. Außerdem machte sie in dem Verlag Stationen im Innovation Lab, bei der „Brigitte“ und bei „Geo“. Beim Geo-Magazin gestaltete sie die Fotostrecke eines Kriegsfotografen. Privat arbeitet sie am liebsten mit einer analogen Kamera und bemalt die überbelichteten Fotos mit Acrylfarben. Zu Hause an ihrem selbstgebauten Tisch isst sie gerne Mayo mit Kroketten, Käse mit Brot oder Pesto mit Nudeln. Die Kalorien tanzt sie sowieso wieder ab. Kürzel: acs