Ein Männerchor, der nach eigener Aussage nicht singen kann: Die Hamburger Goldkehlchen wollen beim ESC 2020 für Deutschland auf der Bühne stehen. Einen ersten YouTube-Hit haben die Sänger bereits.

Der Männerchor Die Hamburger Goldkehlchen will beim Eurovision Song Contest 2020 für Deutschland antreten. Mit dem eigens für den Wettbewerb geschriebenen Song „Mr. Mercury“ will der Chor die Zuschauer überzeugen. Beim letzten Wettbewerb im Mai hatte das Duo „S!sters“ den vorletzten Platz belegt.

Das will der Chor im kommenden Jahr besser machen: „Wir sind bereit, wir haben Bock und wir werden alles geben für Deutschland“, sagte Chormitgründer Flemming Pinck am Dienstag. „Mr. Mercury“ wird von sechs der insgesamt 70 Goldkehlchen präsentiert. „Er dreht sich um eine absolute Musiklegende“, sagte Pinck dazu. Das Musikvideo zu dem Song wird gerade gedreht und veröffentlicht, sobald das Video fertig ist.

Der Chor, der nicht singen kann

Pinck und sein Freund Max Michel gründeten „Die Hamburger Goldkehlchen“ 2016 nach einem feuchtfröhlichen Abend in einer Karaokebar. Inzwischen zählt der Hamburger Chor 70 Männer zwischen 21 und 47 Jahren zu seinen Sängern und das, obwohl sie nach eigener Aussage eigentlich gar nicht singen können.

„70 Männer – ein Chor – Keiner kann singen – you will love it!“

Der Chor hatte bereits öffentliche Auftritte. Zum Beispiel bei der NDR Talk Show oder auf Messen und Festivals wie der „Online Marketing Rockstars“-Konferenz. Nicht zuletzt durch ihren selbstironischen Slogan „70 Männer – Ein Chor – Keiner kann singen – You will love it“ begeistern sie mittlerweile eine große Fangemeinde: Der erste offizielle Song „Moin Moin Hamburg“ hat auf YouTube inzwischen mehr als 200.000 Aufrufe.

Auswahlverfahren wird überarbeitet

Wie der nächste deutsche Kandidat ausgewählt werden wird, steht noch nicht fest. Nach dem bescheidenen Abschneiden im letzten Contest soll der Prozess überdacht werden, sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber.

Die Wettbewerbssongs müssen bis zum 09. März 2020 feststehen, bevor es am 16. Mai zum Finale des 65. ESC in Rotterdam kommt.

lud / dpa

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