Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg hat am Dienstag ein Wandpaneel an Afghanistan zurückgegeben. Es stammt aus dem 12. Jahrhundert und hing einst im Königspalast in Ghazni. 

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) hat am Dienstag ein Wandpaneel aus Marmor an den afghanischen Staat zurückgegeben. Das Museum ist das erste in Deutschland, das ein Kunstwerk an Afghanistan übergibt. Das Paneel ist Ende der 1970er Jahre aus dem Rawza Museum of Islamic Art in Ghazni geraubt worden. Vor sechs Jahren hat das Museum das Marmorpaneel bei einer Auktion in Paris gutgläubig erworben.

Marmorpaneel aus dem 12. Jahrhundert

„Dass sich das Museum zu seinen Fehlern öffentlich bekennt, halte ich für einen wichtigen Schritt“, sagte die Direktorin des Museums Tulga Beyerle. Das Kunstwerk könne nun seinen rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben werden. Überreicht wurde das Paneel an Abdul Jabar Ariyaee, Geschäftsführer der afghanischen Botschaft in Berlin. „Ich appelliere an andere Museen und Privatsammlungen, uns bei der Wiederbeschaffung geraubter Kunstgegenstände aus Afghanistan behilflich zu sein“, sagte er.

Vorerst soll das afghanische Nationalmuseum in Kabul das Paneel aufbewahren. Es stammt nach Angaben des Museums aus dem 12. Jahrhundert: Der Wandschmuck gehörte zu einem 78-teiligen Fries, der aus dem Innenhof des Königspalastes von Sultan Mas’ud III. stammt.

lud / dpa

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Lukas Dose, 1995 in Plön geboren und dort aufgewachsen, ist Nordlicht durch und durch. Auch ein kurzes Intermezzo in Salzgitter für seinen Bachelor in Medienmanagement konnte das nicht ändern – Hamburg sollte es sein. Bei einem Praktikum in der Social-Media-Agentur Elbkind rückte er unter anderem Müsliriegel für Fotoshootings ins rechte Licht. Mit seinen knapp zwei Metern ist er der Größte im FINK-Newsroom. Die geringe Beinfreiheit im Flugzeug hält ihn aber nicht davon ab, die Welt zu entdecken: Die Vereinigten Arabischen Emirate, USA und Skandinavien hat er unter anderem schon bereist. In Schweden faszinierte ihn die fortgeschrittene Digitalisierung. Bargeldloses Bezahlen, schnelles Internet, Wlan überall – gute Argumente, um nach dem Master vielleicht noch weiter in den Norden zu ziehen. Kürzel: lud