Auch Hamburg reagiert auf die tödlichen Schüsse in Halle am jüdischen Feiertag. Die Hamburger Polizei hat den Schutz der Synagoge in Eimsbüttel am Mittwoch verstärkt. 

Die Hamburger Polizei hat nach den tödlichen Schüssen in Halle den Schutz der Synagoge in Eimsbüttel erhöht. Zusätzlich zu den üblichen Wachhäusern war am Mittwochnachmittag auch ein Streifenwagen vor dem jüdischen Gotteshaus positioniert. „Die Hamburger Veranstaltungen zum jüdischen Feiertag begleiten wir mit zusätzlichen Präsenzkräften“, sagte ein Polizeisprecher am Abend.

Vor der Synagoge haben derweil die Menschen ihre Anteilnahme zum Ausdruck gebracht. Vor dem Gebäude lagen am Donnerstagmorgen Blumen und Kerzen. Auch der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zeigte sich von dem Anschlag bestürzt und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

In Halle an der Saale hatte mutmaßlich ein einzelner Täter am Dienstag Schüsse abgegeben und zwei Menschen getötet. Der Verdächtige, ein 27-jähriger Deutscher, wurde festgenommen. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der Täter filmte die Tat und äußerte sich in dem Video antisemitisch und ausländerfeindlich.

Die Schüsse wurden am Jom-Kippur-Tag, dem höchsten jüdischen Feiertag, in Halle vor der Synagoge und in einer Dönerbude abgegeben. Bei dem Versuch, in die Synagoge einzudringen, scheiterte er. Dort hatten sich zum Feiertag 80 Menschen versammelt.

lud / dpa

Vorheriger ArtikelBlindenverein fordert Warngeräusch an E-Autos
Nächster ArtikelFluggäste ziehen vor Gericht
Lukas Dose, 1995 in Plön geboren und dort aufgewachsen, ist Nordlicht durch und durch. Auch ein kurzes Intermezzo in Salzgitter für seinen Bachelor in Medienmanagement konnte das nicht ändern – Hamburg sollte es sein. Bei einem Praktikum in der Social-Media-Agentur Elbkind rückte er unter anderem Müsliriegel für Fotoshootings ins rechte Licht. Mit seinen knapp zwei Metern ist er der Größte im FINK-Newsroom. Die geringe Beinfreiheit im Flugzeug hält ihn aber nicht davon ab, die Welt zu entdecken: Die Vereinigten Arabischen Emirate, USA und Skandinavien hat er unter anderem schon bereist. In Schweden faszinierte ihn die fortgeschrittene Digitalisierung. Bargeldloses Bezahlen, schnelles Internet, Wlan überall – gute Argumente, um nach dem Master vielleicht noch weiter in den Norden zu ziehen. Kürzel: lud

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here