Ein junger Seehund ist entkräftet und verletzt im Hamburger Hafen entdeckt worden. Das Tier wurde eingefangen und in eine Seehundstation gebracht. Es ist bereits der vierte in diesem Jahr. 

Im Hafenbecken beim Kraftwerk Tiefstack ist am Sonntagabend ein junger Seehund entdeckt worden. Der Seehundbeauftragte Olaf Nieß hat das Tier kurz darauf eingefangen und mit seinem Team untersucht.

Das etwa sechs Monate alte Tier sei „deutlich unterernährt“ gewesen und habe eine leichte Verletzung am Rücken. Er sei soweit fidel, aber entkräftet, sagte Nieß. Große Sorgen müsse man sich nicht machen.

Der Seehund sei bereits in die Seehundstation in Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) gebracht und dort aufgenommen worden. Dort wird er nun versorgt und wenn möglich zurück in die Freiheit entlassen. Nach Angaben von Nieß und seinem Team haben sie in diesem Jahr dort bereits vier Seehunde aufgenommen.

Heuler in Hamburg

Sind junge Seehunde von ihrer Mutter getrennt, geben sie ein Heulen von sich. Aus diesem Grund werden sie „Heuler“ genannt.

So verhaltet Ihr euch richtig: 

Findet ihr einen allein gelassenen Heuler, solltet ihr das Tier nicht berühren und Hunde fernhalten. Ein Mindestabstand von 300 Metern wird empfohlen. Im Bereich der Hamburgischen Gewässer ist ein Seehundjäger, eine Seehundstation oder die Polizei zu benachrichtigen. 

In Hamburg kümmert sich das Hamburger Schwanenwesen nicht nur um Schwäne, sondern auch um Seehunde in Not. Auf ihrer Website beschreiben sie das Problem der alleingelassenen Seehundjungen: Schwimmen sie ohne ihre Mutter durch das Wasser, ist es häufig ein Anzeichen dafür, dass sie entweder nicht mehr gesäugt oder von ihr verlassen wurden.

Gibt das Jungtier heulende Geräusche von sich, sei es definitiv ein allein gelassenes Tier, um das sich gekümmert werden muss.

lud / dpa

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Lukas Dose, 1995 in Plön geboren und dort aufgewachsen, ist Nordlicht durch und durch. Auch ein kurzes Intermezzo in Salzgitter für seinen Bachelor in Medienmanagement konnte das nicht ändern – Hamburg sollte es sein. Bei einem Praktikum in der Social-Media-Agentur Elbkind rückte er unter anderem Müsliriegel für Fotoshootings ins rechte Licht. Mit seinen knapp zwei Metern ist er der Größte im FINK-Newsroom. Die geringe Beinfreiheit im Flugzeug hält ihn aber nicht davon ab, die Welt zu entdecken: Die Vereinigten Arabischen Emirate, USA und Skandinavien hat er unter anderem schon bereist. In Schweden faszinierte ihn die fortgeschrittene Digitalisierung. Bargeldloses Bezahlen, schnelles Internet, Wlan überall – gute Argumente, um nach dem Master vielleicht noch weiter in den Norden zu ziehen. Kürzel: lud