Ein Einwegbecher von Starbucks
Foto: unsplash.com/Sorin Sîrbu

Starbucks testet in Hamburg eine Gebühr von fünf Cent auf Pappbecher zum Mitnehmen. Die Maßnahme soll die Kundschaft dazu motivieren, auf Einwegprodukte zu verzichten. Kritik kommt von einer Umweltorganisation.

Die amerikanische Kette Starbucks erhebt testweise in Hamburg eine Gebühr von fünf Cent auf Pappbecher. In 26 Cafés in Hamburg und Berlin müssen Gäste seit Dienstag für den Kaffeebecher extra zahlen, teilte das Unternehmen mit.

Das Geld spendet Starbucks an Projekte der Umweltschutzorganisation WWF zur Bekämpfung von Plastikmüll. Die Gebühr könne hoffentlich zum Umstieg auf Mehrwegbecher motivieren, sagte Bernhard Bauske, Plastikmüll-Koordinator der NGO.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND-Landesverband Hamburg) findet die Maßnahme falsch: „Was wir brauchen ist ein klares Verbot von Einwegbechern und ein wirksames Pfandsystem für Mehrwegbecher“, sagte Presssprecher Paul Schmid gegenüber FINK.HAMBURG. Die geplante Gebühr von fünf Cent werde die Leute nicht abschrecken, sondern ihnen das Gefühl geben, sie würden noch für eine gute Sache bezahlen.

Mit Mehrwegbecher sparen, statt draufzahlen

Wie viele Pappbecher Starbucks jedes Jahr ausgibt und was das kostet, machte Europamanager Annick Eichinger auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht öffentlich. In Großbritannien hat das Unternehmen die Gebühr für Pappbecher bereits im Juli landesweit eingeführt. Die Ergebnisse seien vielversprechend.

Umweltfreundlicher und kostengünstiger ist der Mehrwegbecher. Jeder Gast, der seinen eigenen Becher mitbringt, zahlt 30 Cent weniger für sein Getränk.

Laut der Deutschen Umwelthilfe fallen in Deutschland jeden Tag rund 7,6 Millionen Coffee-to-go-Becher an, das sind 320.000 pro Stunde. Allein in Hamburg landen jährlich rund 60 Millionen Einwegbecher im Müll – trotz bestehender Alternativen.

ben/dpa

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Benjamin Eckert, Jahrgang 1988, hat das Unmögliche möglich gemacht: Mit nur einer Bewerbung ergatterte er in Altona ein Zimmer in seiner Traum-WG. Dass Hamburg für ihn genau die richtige Stadt ist, würde er vor seinen Freunden aus seiner Heimatstadt Dortmund niemals zugeben. Seit 2009 arbeitet er als freiberuflicher Kommunikationsdesigner, 2013 schloss er seinen Bachelor in Fotografie ab. Beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend in Paderborn verantwortete er im Anschluss die Öffentlichkeitsarbeit und traf den Bundespräsidenten im Schloss Bellevue. Für die Landesinitiative StadtBauKultur NRW betreute er Newsletter und Webseiten. Nebenbei arbeitet Benjamin fleißig an seiner Bucketlist, einiges hat er schon abgehakt: sein eigenes Hochbett bauen, einen Baum pflanzen und ein Buch herausgeben. Kürzel: ben