Grün und saftig kommt er im Herbst aus der Erde und in der Weihnachtszeit dampfend und fettig auf den Tisch. Teste dein Wissen über den Klassiker der deutschen Küche im Grünkohl-Quiz, bei dem selbst Omi noch was lernen kann.

Der Grünkohl ist ein Stück polarisierende Esskultur: Die einen freuen sich darauf, andere schüttelt es beim Gedanken an die dampfende Speise.

Egal ob mit Speck oder mit Verachtung, ob vegetarisch oder vegan, ob warm oder im Smoothie: Grünkohl hat Geschichte und kann einiges. Finde in unserem Quiz heraus wie viel du über ihn weißt und lerne etwas dazu.

Wie wächst die grüne Pflanze eigentlich?

Grünkohlplflanze am Boden. Bild: Unsplash
Correct! Wrong!

Saattiefe ein bis zwei Zentimetern, Pflanzenabstand 40 Zentimeter. Dadurch hat der Strunk mit seinen Blättern genug Platz und der Kohl entfaltet sich über der Erde. Wie hoch der Grünkohl wächst, hängt davon ab, wann er geerntet wird. In der Regel bleibt er nicht länger als zwei Jahre in der Erde und kann bis zu zwei Meter hoch werden.

Wie lautet der wissenschaftliche Name des Grünkohls auf Latein?

Grünkohl in der Nahaufnahme Bild: Unsplash
Correct! Wrong!

Der Grünkohl, auch Braun- oder Krauskohl genannt, gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Diese werden auf Latein “Brassicaceae” genannt. Und wie wir alle aus dem Lateinunterricht wissen wird daraus “Brassica oleracea var. sabellica”.

Wie kann man den Günkohl im Norden auch nennen?

Kohl in verschiedenen Farben. Bild: Unsplash
Correct! Wrong!

Unter der kühle, steifen Brise des Norden wächst der Grünkohl besonders gut. Die Pflanzen wachsen teilweise sehr hoch und sehen aus wie Palmen.

Braucht Grünkohl wirklich den ersten Frost um geerntet zu werden?

Blätter mit Eis überzogen. Bild: Unsplash
Correct! Wrong!

Der Geschmack des Grünkohls hängt von seinem Zuckergehalt ab. Je weniger Zucker er enthält, desto bitterer schmeckt er. Ist der Boden schön kalt (wie zum Beispiel nach dem ersten Frost) wird die Entwicklung des Enzyms gehemmt, das für die Entwicklung der Bitterstoffe verantwortlich ist. Es braucht aber nicht unbedingt Frost. Für den süßen Geschmack des Kohls reichen auch kühle Temperaturen und etwas Sonnenschein. Durch Photosynthese entsteht, auch ohne Bodenfrost, ausreichend Zucker in den Blättern.

Volle Power oder Null-Nummer: Welches Vitamin ist im Grünkohl am meisten zu finden?

Bild: Pexels
Correct! Wrong!

Schon 100 g Grünkohl liefern einen ordentlichen Beitrag, um deinen täglichen Nährstoffbedarf zu decken. Er enthält eine Menge Vitamin A (85 %*), Vitamin C (145 %*), Magnesium (31%*) und Calcium (14%*) *der täglichen Referenzmenge (RM)

“Kohl mit Pinkel”: Weißt du, was dahinter steckt?

Bild: Unsplash
Correct! Wrong!

Nicht nur Glühwein und Weihnachtsmarkt haben Saison. Auch der Grünkohl kommt jetzt in Fahrt. Das Gemüse ist allerdings ganz klar eine nordwestdeutsche Angelegenheit. Vor allem um Bremen und Oldenburg isst man im Winter gerne "Kohl und Pinkel", wobei die Pinkelwurst nichts mit "pinkeln" im Sinne von urinieren zu tun hat. "Pinkel" bedeutet ursprünglich "zusammengedrängte Masse" oder "kurzer, dicker Gegenstand". Es ist eine geräucherte Grützwurst, die vor allem aus Speck, Schinken, Schweineschmalz und Hafergrütze besteht.

Von wegen gutbürgerlich: Wer ist des Grünkohls berühmteste Führsprecherin?

Bild: Unsplash
Correct! Wrong!

Grünkohl oder kale (engl.) ist in den USA vielleicht deshalb so beliebt, weil er eine prominente Führsprecherin hat: Michelle Obama. Die ehemalige First Lady hat sich dem Kampf gegen Fettleibigkeit amerikanischer Kinder verschrieben. Auch privat soll sie Grünkohl gerne essen – natürlich ganz amerikanisch als Chips.

Zum König gekührt: Wer kann sich “Grünkohlkönig*in” nennen?

Mann mit kleiner Krone von hinten. Bild: Unsplash
Correct! Wrong!

In Deutschland scheint der Grünkohl einigen Politiker*innen weniger gut zu bekommen. Was haben Ex-Bundespräsident Christian Wulff, Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping und Ex-Bildungsministerin Annette Schavan gemeinsam? Sie waren alle mal Oldenburger Grünkohlkönig*in. Die Berliner Morgenpost titelte deshalb: "Der Grünkohl jagt die Politiker aus ihren Ämtern". Geschwächt wird die These allerdings dadurch, dass so ziemlich jede deutsche Politikerin und jeder deutscher Politiker schon einmal Grünkohlkönig*in war: Darunter auch die letzten vier amtierenden Bundeskanzler*innen Merkel, Schröder, Schmidt und - natürlich - Kohl.

Grünkohl: Wirst du zum Grünkohlkönig?
Grünkohlkönig*in

Herzlichen Glückwunsch! Du darfst dich neben Prominenten wie Angela Merkel, Christian Wulff und Helmut Kohl einreihen und dich mit stolz Grünkohlkönig*in nennen. Mit großer Macht kommt große Verantwortung. Du solltest mindestens ein Kilogramm Kohl über Weihnachten verspeisen.
Grünes Mittelmaß

Was nicht ist, kann noch werden! Wir empfehlen einen Besuch im wunderbaren Oldenburg und hoffen, du vertiefst dein Grünkohl-Wissen über die Weihnachtszeit.
Basilikumstrauch

Eine Basilikum-Blüte von einem Basilikumstrauch.

Aua! Du kennst nicht mal den Unterschied zwischen Grünkohl und Spinat. Oder wie heißt noch einmal dieses grüne Zeug, was auf der Pizza Margherita liegt?

Titelfoto: Lukasz Szmigiel/Unsplash

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Justus Beyer, Jahrgang 1993, macht aus Scheiße Geld. Als Mitbegründer der Firma Horse Powered versorgt er Kleingärtner und Floristen mit Naturdünger-Pellets. Mit einem Jahr saß er das erste Mal auf einem Pferd, Landei ist er trotzdem nicht. Für das Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften zog es ihn vom Dortmunder Familienhof nach Hamburg. Dort analysierte er als Werkstudent bei dem Werberiesen Jung von Matt Zielgruppen und Wettbewerber namhafter Kunden. Unternehmen wie BMW, Montblanc und Ricola bereiteten ihm schlaflose Nächte. Bei Xing fand er dann sein persönliches Silicon Valley: Massagen im Büro, Geburtstagskonfetti und persönliche Weihnachtsgrüße vom CEO. Als Curation Manager fütterte Justus den Algorithmus und vernetzte Menschen mit gleichen beruflichen Interessen. Seine Konstante im Leben: Espresso. Kürzel: jub
Simon Schröder, Jahrgang 1992, fehlt als Schönwetter-Surfer nur eines an seiner geliebten Heimatstadt: Dauersonne. Deshalb entflieht er jeden Sommer Hamburgs Schmuddelwetter und arbeitet als Wellenreitlehrer an der französischen Atlantikküste. Sein Studium der Kulturwissenschaften in Lüneburg war ihm zu theoretisch. Praktische Arbeit fand er nach seinem Abschluss bei den Online-Magazinen "Zeitjung" und "Bento". Mit seinem Gespür für Menschen interviewte er Pornoproduzenten, Freier und Lehrer. Wenn er es an seinem Schreibtisch nicht mehr aushielt, kochte er im Nil und Salt & Silver. Für seine zwei Mitbewohner macht er noch heute seine raffinierte Bolognese. Geheimzutat: Schokolade. Das würde er aber nie jemandem verraten. Kürzel: sis

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