Hamburgs Grundschullehrer*innen sollen künftig mehr verdienen. Bis 2023 will die Schulbehörde ihnen genauso viel zahlen wie Lehrkräften auf weiterführenden Schulen. 

Schulsenator Ties Rabe (SPD) will das Gehalt von Hamburgs Grundschullehrer*innen bis 2023 schrittweise auf ein Niveau mit allen anderen Lehrkräften anheben. „Der Bildungserfolg von Kindern wird in der ersten Lebensphase viel wirkungsvoller geprägt als in den älteren Jahren“, sagte Rabe und unterstrich damit die Bedeutung der Grundschulzeit.

Laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verdienten Hamburger Grundschullehrer*innen 2018 im Schnitt 3.616 Euro Brutto, Gymnasiallehrer*innen 4.133 Euro. Mit einer Gleichstellung der Gehaltsstufen läge Hamburg in der Spitzengruppe aller Bundesländer, so der SPD-Politiker.

Rabe nennt das Vorhaben „einen großen Kraftakt“. So sichere man aber, dass die Stadt künftig für Grundschullehrer*innen attraktive Arbeitsplätze biete.

Mehr Chancengerechtigkeit

Nicht nur die Lehrkräfte können sich auf Unterstützung freuen, auch förderungsbedürftige Vorschulkinder sollen unterstützt werden. Diese Woche stellt die Schulbehörde entsprechende Maßnahmen vor.

Der NDR hatte berichtet, die Vorschulpflicht sei im Bildungsplan neu beschlossen worden. Auf Nachfrage von FINK.HAMBURG erklärte Pressesprecher Peter Albrecht, die Pflicht sei nicht neu eingeführt worden, sondern bereits länger gängige Praxis. Der NDR hat die Meldung mittlerweile ebenfalls korrigiert.

Insgesamt will die Behörde mehr Chancengerechtigkeit herstellen. Denn die Hälfte aller Hamburger Grundschüler*innen hat einen Migrationshintergrund, in knapp 27 Prozent der Familien wird überhaupt kein deutsch gesprochen, so der NDR.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

max/dpa

Vorheriger ArtikelU1-Linie hält nun in Oldenfelde
Nächster ArtikelReicher, linker, ungesünder: Wo Hamburg vorne liegt
Harald Schmidt hat 1995 gesagt, dass Kinder nur noch Max, Paul oder Leonard heißen. „Namen wie blank geputzte Holztische“. Zu diesem Zeitpunkt war Max Paul Leonard Nölke seit zwei Monaten auf der Welt. Der Dortmunder Knirps teilt mit seinen Namensvettern Hobbys wie Fußball, Musik hören und Freunde treffen. Soweit, so blank geputzt. Markanter ist Max‘ Schreibe. Der herbe Ruhrpott-Schlag gepaart mit seinem Feingefühl brachten ihn in die Redaktionen der Dortmunder “Ruhr Nachrichten” und der Berliner “taz”. In Marburg hat er Sprache und Kommunikation studiert, kann auf Italienisch einen Ramazzotti bestellen und auf Niederländisch eine Frikandel Speciaal. Am liebsten sind ihm aber die Kohlrouladen von Mama. Irgendwann will er mal mit Olli Schulz ein Fischbrötchen verspeisen. Der ist sowieso lustiger als Harald Schmidt. Kürzel: max