Per App direkt am Regal bezahlen: In einem Edeka in Pinneberg läuft die Testphase eines neuen Bezahlsystems. Läuft das Konzept gut, soll es auf Hamburger Supermärkte ausgeweitet werden.

Die Milch aus dem Regal fischen, per App scannen, übers Smartphone bezahlen und ohne an der Kasse anzustehen, geht es raus aus dem Supermarkt. Seit letzter Woche ist das so möglich im Edeka an der Friedrich-Ebert-Straße in Pinneberg.

Entwickelt hat dieses Konzept das Start-Up Fesforward aus Elmshorn. Ein Jahr lang haben Christoph Schönfelder und David Scharfschwerdt an der App Koala gewerkelt. Die Abkürzung steht für „Kaufen ohne Aufwand und langes Anstehen“ und soll den Einkauf effektiv und schneller machen.

Ab in die Fastlane

Gerade zu Stoßzeiten und in der Weihnachtszeit komme das Supermarktpersonal der Arbeit oft nicht mehr hinterher, sagt Stefan Giese, technischer Leiter des Marktes: „Der Bezahlvorgang dauert über das neue System nur eine Sekunde, du kannst innerhalb einer Minute den Laden wieder verlassen“. Zusammen mit den Entwicklern hat er das Konzept entworfen.

Die Koala-App speichert Vor- und Nachnamen, Geburtsdatum sowie EC- oder Kredtikartendaten. Scannt der Kunde ein Produkt, erhält er einen Barcode aufs Handy. Damit geht es in die Fastlane, wo sich mit dem Code eine Schranke in Richtung Ausgang öffnen lässt.

Nutzer müssen volljährig sein

Um die App herunterladen zu können, müssen die Nutzer*innen mindestens 18 Jahre alt sein. Überprüft wird das Alter persönlich an der Kasse, denn der erste Einkauf mit der Koala-App läuft über eine*n Mitarbeiter*in des Supermarktes. Ein Kinderkonto sei bereits in Planung, sagt Giese.

Läuft das neue Bezahlsystem gut, soll es auf Supermärkte in Hamburg ausgeweitet werden. Der Edeka in der Rindermarkthalle stehe bereits in den Startlöchern, so Giese. „Gerade in der Weihnachtszeit kann das hilfreich sein, letztes Jahr standen die Kunden bei uns teilweise anderthalb Stunden an.“

Die Koala-App im Test – hier geht es zum Video

max
Titelbild: Dustin Balsing

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Harald Schmidt hat 1995 gesagt, dass Kinder nur noch Max, Paul oder Leonard heißen. „Namen wie blank geputzte Holztische“. Zu diesem Zeitpunkt war Max Paul Leonard Nölke seit zwei Monaten auf der Welt. Der Dortmunder Knirps teilt mit seinen Namensvettern Hobbys wie Fußball, Musik hören und Freunde treffen. Soweit, so blank geputzt. Markanter ist Max‘ Schreibe. Der herbe Ruhrpott-Schlag gepaart mit seinem Feingefühl brachten ihn in die Redaktionen der Dortmunder “Ruhr Nachrichten” und der Berliner “taz”. In Marburg hat er Sprache und Kommunikation studiert, kann auf Italienisch einen Ramazzotti bestellen und auf Niederländisch eine Frikandel Speciaal. Am liebsten sind ihm aber die Kohlrouladen von Mama. Irgendwann will er mal mit Olli Schulz ein Fischbrötchen verspeisen. Der ist sowieso lustiger als Harald Schmidt. Kürzel: max