Alle Jahre wieder landen Hund und Katze als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Der Hamburger Tierschutzverein rät davon deutlich ab. Und sagt, was sich besser eignet.

Wenn an Heiligabend ein süßer Welpe oder eine kleine Katze als Geschenk auf die Liebsten wartet, ist die Freude zunächst groß. Doch Sven Fraaß vom Hamburger Tierschutzverein mahnt: „Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum, sondern sind Familienmitglieder, deren Einzug gemeinsam und gut überlegt sein muss.“ Tiere eigneten sich daher nicht als Überraschung – bevor man sich für ein Haustier als Familienzuwachs entscheide, solle man sich mit allen Familienmitgliedern beraten. Viele Tierheime haben deswegen in der Vorweihnachtszeit einen Vermittlungsstopp eingelegt.

Katze und Hund sind kein Geschenk

Jeder in der Familie müsse bereit sein, Verantwortung und Aufgaben zu übernehmen: „Auch wenn die lieben Kleinen noch so sehr betteln: Verschenken Sie kein Tier! Kinder verlieren schnell das Interesse – und die Abmachung, mit dem Hund Gassi zu gehen oder täglich das Katzenklo zu leeren, wird dann schnell zum Streitpunkt“, so Fraaß. Auch die Kosten sollten nicht außer Acht gelassen werden: Futter und Arztbehandlungen gingen schnell ins Geld.

Tiergutschein als Alternative

Von Käufen in Zoohandlungen oder beim Züchter rät der Tierschutzexperte ab: „Die Haltungs- und Zuchtbedingungen sind oft schlimm und tierschutzwidrig“, sagt Fraaß. Der Kauf kurble zudem die weitere Produktion von Tieren an. Die Alternative zum geschenkten Welpen: Ein Gutschein für ein Tier, das sich die jeweilige Familie gemeinsam aussuchen kann. So findet jede*r das Haustier, das zu ihm*ihr passt.

Wer keine Möglichkeit hat, Hund, Katze oder Kaninchen ein geeignetes Zuhause zu geben, könne auch Tierpate werden. Hunde, die im Tierheim untergebracht sind, ließen sich beispielsweise finanziell unterstützen oder auch ausführen.

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isu/dpa

Titelfoto: Rhaúl V. Alva/Unsplash

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Isabel Surges, Jahrgang 1994, ist bilingual aufgewachsen. Von ihrem Vater hat sie nicht nur die spanische Sprache gelernt, sondern auch ihren venezolanischen Zweitnamen bekommen: Yahaira. In Venezuela war sie zwar noch nicht, dafür allerdings mit dem Rucksack in Australien und für ein Semester in Málaga. Einen Kulturschock erlebte die gebürtige Düsseldorferin aber erst durch ihren Umzug nach Köln. Dort studierte sie Medienkulturwissenschaften sowie Germanistik und experimentierte mit neuen Formatideen im Innovationslabor der Filmproduktionsfirma Ufa. Auf deren Partys spielte sie unter anderem mit Joe Gerner Tischtennis. Als Community Managerin in den Kommentarspalten des WDR lernte sie auch die raueren Seiten des digitalen Diskurses kennen. Zuletzt schrieb sie für die Kulturredaktion der Deutschen Welle – oder wie Yahaira sagen würde: La ola alemana. Kürzel: isu