Beschäftigte der HAW Hamburg und der Uni Hamburg dürfen vorerst nicht nach China reisen. Grund ist der sich ausbreitende Coronavirus, der dort schon besonders weit verbreitet ist.

Am Freitag hat die HAW Hamburg in einer Rundmail an alle Mitarbeitenden und Studierenden vor dem Coronavirus gewarnt. „Wir möchten Sie anlässlich des neuartigen Coronavirus mit dieser E-Mail auf wichtige Informationen hinweisen“, schreibt das Präsidialbüro der HAW.

Rundmail wegen Coronavirus

„Die Erkrankung breitet sich in China weiter aus“, wird in der Nachricht ein Text des Auswärtigen Amtes zitiert. Das Amt hat Reise- und Sicherheitshinweise für China herausgegeben, auf die alle HAW-Angehörige hingewiesen werden.

Mitarbeiter*innen und Studierende, die einen Aufenthalt in China planen, werden in der E-Mail gebeten, sich über über die derzeitigen Bestimmungen zu informieren. Das HAW-Präsidialamt schreibt: „Aufgrund der derzeitigen Entwicklungen werden Dienstreisen nach China bis auf Weiteres nicht genehmigt.“

Uni Hamburg verbot China-Reisen am Dienstag

Die Uni Hamburg hatte am Dienstag Dienstreisen nach China wegen des Coronavirus untersagt. „Dienstreisen von Beschäftigten nach China werden bis auf Weiteres nicht genehmigt“, teilte die Hochschule in einer Pressemitteilung mit.

Tagungen, Kongresse und Konferenzen mit Personen, die in China leben, würden verschoben. Die Fakultäten seien gebeten, sich über Beschäftigte zu informieren, die seit Anfang 2020 in China gewesen seien. Im Falle einer Erkrankung sollen Maßnahmen erfolgen, damit sich das Virus nicht ausbreitet.

Studierende werden über Coronavirus aufgeklärt

Die Universität überprüft laut der Mitteilung, wie sie sich in China aufhaltende Hochschulbeschäftigte bei der Ausreise unterstützen können. Studierende und Promovierende, die im Sommersemester 2020 einen Aufenthalt in China planen, werden über Auswirkungen für ihr Studium beraten.

Auch in Deutschland sind inzwischen erste Fälle des Coronavirus bestätigt, in Bayern gibt es vier infizierte Personen. Alle Betroffenen hatten sich bei einer Kollegin aus China angesteckt, die zu einer Fortbildung nach Deutschland gereist war. In Schleswig-Holstein stehen außerdem einige Personen mit Grippesymptomen nach China-Aufenthalten in häuslicher Isolation.

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in China ist zuletzt sprunghaft um rund 1700 auf mehr als 4500 gestiegen. Über 100 Menschen starben bislang an der Lungenkrankheit, die der Virus auslöst. Die meisten davon waren ältere Patient*innen mit Vorerkrankungen. Das neue Virus 2019-nCoV stammt vermutlich von einem Markt in der chinesischen Millionenstadt Wuhan, wo es wohl von dort gehandelten Wildtieren auf den Menschen übertragen wurde.

Lufthansa streicht China-Flüge

Die Lufthansa hatte am Mittwoch nach einem Verdachtsfall an Bord alle Flüge von und nach China gestrichen – auch vom Flughafen Hamburg aus.

Das Bundesgesundheitsministerium hat Informationen über den Coronavirus auf seiner Webseite zusammengefasst. Demnach besteht aktuell vor allem ein Risiko für Personen, die sich in der letzten Zeit in den betroffenen Regionen Chinas aufgehalten haben oder engen Kontakt mit Personen hatten, die vor Ort waren.

Zum Schutz sollten Bürger*innen auf eine gute Handhygiene sowie Husten- und Nies-Etikette achten. Bei entsprechenden Symptomen sollten sich Patient*innen zunächst telefonisch an ihren Hausarzt wenden.

dpa/tob
Foto: Pixabay

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Für Tobias Bug, Jahrgang 1993, kann ein Fußballspiel nur dann ein Erfolg werden, wenn er den linken Schuh zuerst anzieht. Seinen eher unsportlichen Bachelorabschluss hat er an der TU München in Wirtschafsingenieurwesen gemacht. Nicht nur den ersten akademischen Erfolg verbindet er mit der bayerischen Hauptstadt: Beim Oktoberfest wurde er unschuldig für drei Stunden in Haft genommen. Journalistisch hat Tobias unter anderem bei der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ im Politik- und im Wirtschaftsressort gearbeitet. Beim Reisen lässt er sich gerne die Geschichten anderer Menschen erzählen, in Norwegen hat er eineinhalb Jahre gelebt. Am glücklichsten ist er, wenn er schreibt oder am DJ-Pult House auflegt. (tob)

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