33 Einbürgerungen seit Jahresbeginn: Nur wenige Briten beantragen kurz vor dem Brexit am Freitag in Hamburg den deutschen Pass. In den Vorjahren taten das jeweils hunderte Briten.

Kurz vor dem Brexit am Freitag gibt es in Hamburg keinen großen Ansturm von Briten, die sich einbürgern lassen wollen. In den letzten Jahren hatten sich noch Hunderte Briten in Hamburg einbürgern lassen. Großbritannien ist nur noch knapp 40 Stunden Mitglied der Europäischen Union: Am 31. Januar 2020 wird um Mitternacht der Brexit vollzogen – nach 47 Jahren Mitgliedschaft der Briten.

Trotz Brexit 2020 kein großer Run mehr erwartet

Vom 1. bis zum 29. Januar hätten 33 britische Staatsangehörige einen entsprechenden Antrag gestellt, teilte das Einwohnerzentralamt in Hamburg mit. Auch für den Rest des Jahres erwarte die Behörde keinen großen Zulauf mehr. Bei einem geregelten Brexit ist eine Einbürgerung unter Beibehaltung der britischen Staatsangehörigkeit noch bis Ende 2020 möglich.

2019 gab es die meisten Anträge

Im Jahr 2019 hatten sich 714 in Hamburg lebende Briten einbürgern lassen. Damit kamen insgesamt die meisten neuen Staatsbürger aus Großbritannien. 2016 beantragten 124 Briten die deutsche Staatsbürgerschaft, 2017 folgten 373 und im Jahr 2018 waren es 308.

In der Übergangsphase bis Jahresende ändert sich wenig: Großbritannien bleibt wie bisher Teil des EU-Binnenmarktes und der Zollunion, beim Reisen oder auch im Warenverkehr bleibt alles wie gehabt. Bis Ende 2020 wird ausgehandelt, wie es weitergehen soll.

dpa/tob
Foto: Pixabay

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Für Tobias Bug, Jahrgang 1993, kann ein Fußballspiel nur dann ein Erfolg werden, wenn er den linken Schuh zuerst anzieht. Seinen eher unsportlichen Bachelorabschluss hat er an der TU München in Wirtschafsingenieurwesen gemacht. Nicht nur den ersten akademischen Erfolg verbindet er mit der bayerischen Hauptstadt: Beim Oktoberfest wurde er unschuldig für drei Stunden in Haft genommen. Journalistisch hat Tobias unter anderem bei der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ im Politik- und im Wirtschaftsressort gearbeitet. Beim Reisen lässt er sich gerne die Geschichten anderer Menschen erzählen, in Norwegen hat er eineinhalb Jahre gelebt. Am glücklichsten ist er, wenn er schreibt oder am DJ-Pult House auflegt. (tob)