Kurz vor der Hamburger Bürgerschaftswahl plant die Mahnwache Neugraben auf dem Rathausmarkt erneut eine Protestaktion gegen das Tierversuchslabor LPT. Sie fordert eine sofortige Schließung der verbliebenen zwei Labore.

Mit der Forderung „Sofort schließen für immer“ startet die Mahnwache Neugraben am 8. Februar eine weitere Protestaktion auf dem Rathausmarkt gegen das Tierversuchlabor LPT in Neugraben. Verschiedene Reden sowie eine Podiumsdiskussion sind demnach in der Zeit von 13 bis 17 Uhr geplant. „Wir wollen vor den Hamburger Wahlen nochmals laut werden und der Hamburger Politik mitteilen, dass wir gegen Tierversuche und das LPT Tierversuchslabor sind“, steht in der Veranstaltungsbeschreibung.

Letzte LPT-Demo mit bis zu 15.000 Teilnehmer*innen

Bereits im November vergangenen Jahres gingen in Hamburg Tausende Menschen gegen das Tierversuchslabor auf die Straße. Die Polizei sprach von 13.800 Demonstrant*innen, die Veranstalter*innen sogar von 15.000. Ihnen zufolge war es die bisher größte Tierschutzdemo in Deutschland.

Mitte Januar entzog der Landkreis Harburg daraufhin nach wochenlanger Prüfung dem Labor in Mienenbüttel die Betriebserlaubnis. Alle gehaltenen Tiere konnten erfolgreich vermittelt werden. Die anderen beiden Standorte des Unternehmens in Hamburg-Neugraben und in Wankendorf (Landkreis Plön) sind noch in Betrieb.

Tierschützer*innen der Soko Tierschutz hatten im Oktober 2019 massive Tierschutzverstöße in dem Mienenbütteler Labor aufgedeckt, als sich ein Aktivist als Mitarbeiter bei LPT einschlich und schreiende Affen und blutverschmierte Hunden fotografierte.

nim

LPT-Labor: Tierschutzorganisation warnt vor Betrügern