Sollte sich die Zahl der Fahrgäste in den nächsten zehn Jahren tatsächlich verdoppeln, muss der Hamburger Hauptbahnhof entlastet werden. Ein Antrag von SPD und Grünen will daher Bergedorf als Fernbahnhof aufwerten.

Der Bahnhof Hamburg-Bergedorf soll künftig den Hamburger Hauptbahnhof entlasten. Das soll auf Antrag der SPD- und der Grünenfraktion in der nächsten Bürgerschaftssitzung am 6. November beschlossen werden.

Dem Antrag liegt der sogenannte Deutschland-Takt zugrunde. Dieser ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben und hat zum Ziel, die Zahl der Bahnfahrenden bis 2030 zu verdoppeln. Laut Antrag soll der Bahnhof Bergedorf im Wechsel mit Büchen alle zwei Stunden von Fernzügen angefahren werden, um den Hauptbahnhof nicht zu überlasten.

Positive Effekte auf S-Bahn und Oberbillwerder

Aktuell halten in Bergedorf täglich drei Fernzüge: Je ein Eurocity über Berlin nach Budapest und zurück, sowie ein Intercity aus Rostock auf dem Weg zum Hamburger Hauptbahnhof.

Zudem soll mit der Umstellung die S-Bahn-Strecke zwischen Bergedorf und dem Hauptbahnhof entlastet werden, „weil Reisende nicht mehr den Weg zum Hauptbahnhof antreten müssen“, so Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion.

Laut Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion, spräche auch die „Entwicklung des neuen Stadtteils Oberbillwerder mit bis zu 15.000 Einwohnerinnen“ dafür, den Fernbahnstandort Bergedorf aufzuwerten.

dub

Titelbild: Marius Becker/dpa

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Dustin Balsing, geboren 1993, verwandelte als Kapitän seiner Tennismannschaft gleich zweimal den alles entscheidenden Matchball zum Aufstieg. Auch sonst ist er sportbegeistert. Neben Tennis und Basketball gilt seine größte Leidenschaft dem Fußball. Für sein Studium der Publizistik ging er als Numerus-Clausus-Flüchtling von Würzburg nach Wien. Dort schrieb der gebürtige Kölner und Hertha-Fan Beiträge und Moderationstexte für einen Nachrichtensender und arbeitete über ein Jahr als Online-Redakteur beim Sportportal “Laola1”. Wien ist für ihn wie ein riesiges Museum, nicht nur die Stadt, sondern auch der Dialekt machen ihm Spaß. Kölsch, Schwäbisch, Sächsisch, Berliner Schnauze: Dustin spricht zwar nicht jede Sprache, aber dafür so gut wie jeden Dialekt. Bald schnackt er auch wie ein Hamburger Jung. Kürzel: dub

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