Leere Kinosäle, verwaiste Tanzflächen, geschlossene Galerien – seit dem Corona-Lockdown hat auch die Kultur in Hamburg zu kämpfen. Hier kommen fünf Tipps, wie ihr die Kulturszene vor Ort unterstützen könnt. 

Der Club kommt ins Wohnzimmer

Klub fordward verlegt das Hamburger Nachtleben ins Netz: Per Stream bringt die Plattform euch regelmäßig DJs und Live-Musiker*innen ins Haus. Gesendet wird aus Hamburger Clubs. Immer eingeblendet ist dabei der Hinweis auf das jeweilige Spendenkonto. Denn unter geschlossenen Clubs leiden nicht nur Feierwütige, sondern vor allem die Betreiber*innen und Angestellten.

Aber mit einem Klick lässt sich der lokalen Clubszene helfen: Lasst ein paar Euro an der virtuellen Kasse, dreht die Regler hoch und macht euren Flokati zum Dancefloor.

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Trotz Corona: Eintrittskarten behalten

Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen: Bis in den Herbst sind nahezu alle Veranstaltungen abgesagt. Gerade unbekannte Künstler*innen und kleine Veranstalter*innen leiden unter gestrichenen Aufträgen.

Ihr besitzt Tickets für abgesagte Kultur-Events? Storniert sie nicht. Lasst sie in Gutscheine umwandeln oder verfallen. So verhindert ihr zusätzliche Einbußen bei Musiker*innen, Schauspieler*innen und Clubbetreiber*innen.

Was ist Crowdfunding?

Durch Crowdfunding lassen sich kostenintensive Projekte realisieren – ganz ohne Eigenkapital: Auf einer Online-Plattform präsentieren die Initiator*innen ihr Vorhaben und überzeugen eine möglichst große „Crowd“, sich finanziell zu beteiligen.

Crowdfunding-Kampagnen unterstützen

Momentan findet ihr auf startnext.de einige Crowdfunding-Kampagnen von Hamburger Kultureinrichtungen in Not. Mit wenigen Klicks sendet ihr einen selbstgewählten Betrag an ein Projekt eurer Wahl. So könnt ihr zum Beispiel  dem Hamburger Opernloft helfen, Ausfallhonorare an ihre Musiker*innen zu zahlen.

Werbung schauen und Programmkinos retten

Werbung gucken und damit das Lieblingskino unterstützen – geht das? Ja, indem ihr die Seite hilfdeinemkino.de besucht und aus etlichen deutschen Programmkinos euren Favoriten auswählt. Es öffnet sich ein Pop-up Fenster, in dem ihr Werbung ansehen könnt. Je mehr Clips ihr anschaut, desto mehr Geld erhält das Kino. Am Ende des Werbeblocks könnt ihr außerdem für wenige Euro einen Film sehen und so das Kino zusätzlich unterstützen.

Wen Werbung nervt, der klickt direkt den Spenden-Button und sendet dem Lieblingskino eine kleine oder größere Summe – damit es dort nach der Krise heißt: „Film ab“ statt „Schotten dicht“.

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Lokal shoppen

Wochenlang waren die Türen des Hamburger Einzelhandels geschlossen. Auch wenn die Geschäfte nun wieder öffnen dürfen, kämpfen vor allem die Inhaber*innen kleinerer Läden weiter um ihre Existenz. Viele mussten sich verschulden – denn während die Einnahmen wegbrachen, liefen Miete, Nebenkosten und Löhne weiter.
Die Geschäfte vor Ort zu unterstützen ist simpel: Kauft Bücher und Platten im Fachhandel an der Ecke, shoppt eure Kleidung bei Hamburger Labels oder stöbert nach Geschenken in den unzähligen Concept-Stores der Stadt.


Beitragsbild: Mali Paede

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Mali Paede, Jahrgang 1993, streitet oft mit ihrem Vater über Feminismus-Themen. Zum Beispiel bei der gendergerechten Sprache sind die beiden völlig unterschiedlicher Meinung. Ansonsten hat sie von ihm aber auch durchaus wertvolle Dinge gelernt – etwa das Licht nicht unnötig lange brennen zu lassen und den Kühlschrank schnell wieder zu schließen. Die gebürtige Hamburgerin studierte Nachhaltigkeitshumanwissenschaften und Kulturwissenschaften in Lüneburg. Zurück in ihrer Heimatstadt interviewt sie für die Hamburg Kreativ Gesellschaft gerade am liebsten bildende Künstler, Theaterbetreiber und neulich auch den Inhaber eines Indieverlags. Ausgleich findet sie beim Vinyasa Yoga. Das hilft ihr auch, ihre Tollpatschigkeit in den Griff zu kriegen: Mali fällt oft etwas aus der Hand. Ihre Teetasse fängt sie mittlerweile schon wieder auf. Kürzel: maj

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