Die Hamburger Hochbahn teilte die Zahl der Fahrgäste in Bussen und U-Bahnen aus 2019 mit: 467 Millionen Fahrgäste – das ist ein neuer Höchstwert. Im laufenden Jahr dürfte die Bilanz deutlich schlechter ausfallen.

Die Zahl der Fahrgäste in Bussen und U-Bahnen der Hamburger Hochbahn ist im vergangenen Jahr um ein Prozent gestiegen und liegt bei 467 Millionen. Das sei ein neuer Höchstwert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dann kam in diesem Jahr das Coronavirus: Durch den Lockdown Mitte März seien die Fahrgastzahlen auf 30 Prozent des Vor-Corona-Niveaus gesunken, hieß es. Inzwischen lägen sie aber wieder bei rund 60 Prozent.

Im vergangenen Jahr wirtschaftete die Hochbahn zu 90,1 Prozent kostendeckend. Das war etwas weniger als 2018 (92,1 Prozent), aber laut Hochbahn immer noch ein deutschlandweit hoher Spitzenwert. Die Stadt Hamburg unterstützte mit einem Zuschuss von 68,6 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 51 Millionen. Somit zahlt die Stadt für jede Fahrt eines Fahrgasts 15 Cent zu, 2018 zahlte sie 11 Cent.

Neue E-Busse für Hamburg

In diesem Jahr investiert die Hochbahn 438 Millionen Euro und somit 114 Millionen mehr als 2019. Mit den Geldern ist geplant, neue U-Bahnzüge und emissionsfreie Busse anzuschaffen. Im Herbst sollen 30 batteriebetriebene Busse mit einer Mindestreichweite von 200 Kilometern dazukommen. Nach Senatsangaben hatte die Hochbahn im letzten Jahr 33 Solobatteriebusse und zwei Batteriegelenkbusse mit Brennstoffzelle eingesetzt.

„Das Ziel, bis 2030 den Hamburg-Takt zu schaffen und unser Unternehmen komplett klimaneutral aufzustellen, verfolgen wir weiter mit klarer Zielstellung und hohem Engagement“, erklärte Hendrik Falk, der Vorstandsvorsitzende der Hochbahn. Der Hamburg-Takt bedeutet, dass allen Hamburger*innen innerhalb von fünf Minuten ein öffentliches Verkehrsangebot zur Verfügung steht.

cis/dpa

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Obwohl Chiara Schenk, Jahrgang 1995, einen italienischen Vornamen hat, italienische Küche liebt und jedes Jahr mindestens einmal nach Italien reist, zog es sie nach dem Abitur aus ihrer Heimatstadt Reutlingen nach Down Under. In Australien versuchte sich Chiara zunächst als Au Pair, bewachte als „traffic controller“ dann aber nach kurzer Zeit schon lieber Verkehrsbaustellen als Kinder. Die Zusage für ihren Bachelor an der Filmuniversität Babelsberg ging auf dem Postweg verloren, und so erfuhr die angehende Rettungsschwimmerin erst drei Tage vor Semesterbeginn von ihrem Umzug nach Berlin. Die ersten Wochen verbrachte sie dann auf der Couch einer freundlichen älteren Dame. Später gab sie in Berlin Kindern Schwimmunterricht – sie hofft auf ähnlichen Bedarf in Hamburg. Kürzel: cis

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