Von Sonne bis Gewitter: Dieses Wochenende müssen sich Hamburger*innen wettertechnisch auf einiges gefasst machen. Hier kommen fünf Kultur-Tipps für alle Wetterlagen.

Erdbeeren selbst pflücken

Sommerzeit ist Erdbeerzeit! Statt die roten Beeren im Supermarkt zu kaufen, könnt ihr sie auf vielen Feldern in und um Hamburg einfach selbst pflücken. Die Erdbeerfelder zu betreten ist kostenlos – ihr zahlt lediglich, was ihr sammelt. Dabei ist es egal, ob ihr nur einen kleinen Korb oder gleich mehrere Kilos mit nach Hause nehmt. Die ein oder andere Beere könnt ihr auch direkt auf dem Feld naschen. Hier findet ihr ein Feld in eurer Nähe.

Der Verkauf von Erdbeeren läuft besser als gedacht.
Erdbeerfeld zum Selberpflücken in Öjendorf. Foto: Chiara Schenk

Das Backstage-Festival, virtuell

Jugendliche und Theaterprofis bringen zusammen Stücke auf die Bühne – das ist das Konzept des Backstage-Festivals. Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit keine Live-Aufführungen erlaubt. Deswegen präsentiert das Deutsche Schauspielhaus Auszüge aus den Projekten der Jugendlichen per Videos auf ihrer Website. Übrigens: Die Veranstalter*innen planen, das Festival im Herbst vor einem Live-Publikum zu präsentieren.

theater digital deutsches schauspielhaus
Die Tribüne des Malersaals muss vorerst frei bleiben. Foto: Jan-Ole Lops © Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

What’ SUP?

Wieso an der Alster chillen, wenn man auch auf der Alster chillen kann? Rund ums Wasser findet ihr eine Reihe an Möglichkeiten, euch Boote aller Arten auszuborgen oder Stand-up-Paddeln (SUP) auszuprobieren. Wo ihr euch Paddelboote, Boards und andere Wasserfahrzeuge ausleihen könnt, seht ihr hier:


Olivia Jones präsentiert „Fluchtursache: Liebe“

Verfolgt wegen der eigenen Sexualität: In einer Ausstellung zum Thema Homosexualität als Fluchtursache geben Menschen aus der LGBT-Community emotionale Einblicke in ihre Geschichten. „Es ist doch völlig verrückt, dass im dritten Jahrtausend immer noch Menschen verfolgt, bedroht, gefoltert und getötet werden, nur weil sie sich als Mann zu Männern oder als Frau zu Frauen hingezogen fühlen. Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter,“ sagt Schirmherrin Olivia Jones. Die Schau läuft bis zum 31. Oktober 2020 im Auswanderungsmuseum BallinStadt Hamburg. Tickets gibt es ab 6 Euro.

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Schlemmen im Freien

Hamburgs Gastroszene punktet mit wunderschönen Terrassen und Biergärten. Wer es dieses Wochenende lieber ruhig angehen will, besucht am besten eins der vielen Café und Restaurants mit Außenbereich. FINK.HAMBURG hat für euch die schönsten Plätze in der Sonne recherchiert. Damit tut ihr nicht nur euch etwas Gutes: Mit jedem Drink und jeder Pizza unterstützt ihr die durch die Corona-Pandemie finanziell geschwächte Gastroszene in Hamburg.

Menschen auf Bänken vor einer Bar/Restaurant
So dicht beieinander dürfen wir zurzeit nicht draußen sitzen. Mit dem nötigen Sicherheitsabstand schon. Foto: Robert Bye / Unsplash

Titelbild: Luisa Werntges

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Victoria Szabó, Jahrgang 1996, trägt gerne schwarz. Diese schlichte Eleganz entspricht ihrem Gefühl für Ästhetik und die spielt für sie als visueller Mensch eine große Rolle. Ihre Bachelorarbeit in Publizistik und Kommunikationswissenschaften schrieb sie über die Wirkung von Produktdesign auf Konsumierende. Ihre Leidenschaft für das Schöne lebte die gebürtige Österreicherin als Redakteurin für die Kulturzeitschrift „The Gap“ aus. Dort schrieb sie über Galerieeröffnungen und Fotografieausstellungen. Dass Kultur auch viel mit Nachhaltigkeit zu tun haben kann, entdeckte sie bei ihrer Arbeit für das Magazin „Biorama“, für das sie etwa einen Festivalguide über nachhaltige Festivals zusammenstellte, Tipps für Bio-Glitzer inklusive. Ein Praktikum bei den Wiener Linien führte sie weg vom Journalismus und hin zur PR. Sie plante den Instagram-Feed des städtischen Verkehrsbetriebs und betreute den Unternehmens-Blog mit. Ihr Vorhaben für den Neuanfang in Hamburg: Das Leben auf die Wiener Art genießen, flanieren und Spritzer trinken. Alsterwasser ist auch okay. Kürzel: vis
Alex Baur, 1997 in Augsburg geboren, ist zwar Bayer, war aber noch nie auf dem Oktoberfest. Nach dem Abitur floh er nach München und arbeitete dort bei Filmproduktionen mit, zuerst als Verantwortlicher für Kabel und Kaffee, später als Regieassistent. In Wien studierte er dann Theater, Film und Medien, unterbrochen von einem halben Jahr bei „Bento“ in Hamburg. Hier produzierte er Videos, moderierte und widmete sich Themen von der LGBTQ-Szene bis hin zu Nachhaltigkeit. Neben Klassikern und Sachbüchern über Film oder Queer Theory hat er eine Schwäche für Reality-TV á la Kardashians. Genau wie die sieht er sich zukünftig vor der Kamera, wenn auch als Reporter und nicht als Influencer. Kürzel: aba
Wenn sie etwas sagt, hören Schauspieler*innen ganz genau zu: Linda Proske, Jahrgang 1995, rettet im Theaterverein regelmäßig als Souffleuse den Abend. Herausforderungen nimmt sie an: Eigentlich trainierte sie auf einen Halbmarathon, da waren die Startplätze allerdings vergeben. Daher lief sie gleich den Hamburger Marathon. Für ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft zog sie von Rostock an der schönen Ostsee quer durch Deutschland in den Kessel nach Stuttgart. Mit einem Praktikum bei ProSiebenSat.1 erfüllte sich für Linda ein Kindheitstraum. Dort textete sie für „Galileo“ die Werbetrailer. Im Studio traf sie Bully Herbig, der grüßte sie zwar nicht, Thore Schölermann aber schon. Zurück im Norden schrieb sie Werbetexte für Kühne, „die mit den Gewürzgurken“. Die Unterscheidung zwischen Salat- und Gewürzgurken ist ihr daher besonders wichtig. Ihr Lieblingsdrink ist naheliegend: Gin Tonic. Kürzel: lip
Mali Paede, Jahrgang 1993, streitet oft mit ihrem Vater über Feminismus-Themen. Zum Beispiel bei der gendergerechten Sprache sind die beiden völlig unterschiedlicher Meinung. Ansonsten hat sie von ihm aber auch durchaus wertvolle Dinge gelernt – etwa das Licht nicht unnötig lange brennen zu lassen und den Kühlschrank schnell wieder zu schließen. Die gebürtige Hamburgerin studierte Nachhaltigkeitshumanwissenschaften und Kulturwissenschaften in Lüneburg. Zurück in ihrer Heimatstadt interviewt sie für die Hamburg Kreativ Gesellschaft gerade am liebsten bildende Künstler, Theaterbetreiber und neulich auch den Inhaber eines Indieverlags. Ausgleich findet sie beim Vinyasa Yoga. Das hilft ihr auch, ihre Tollpatschigkeit in den Griff zu kriegen: Mali fällt oft etwas aus der Hand. Ihre Teetasse fängt sie mittlerweile schon wieder auf. Kürzel: maj