Der CSD findet jährlich weltweit statt. In Hamburg sollten Parade und Straßenfest Anfang August stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie mussten Hamburger Initator*innen umplanen. Die Lösungen: Bed-Ins und eine Fahrraddemonstration.

Die Veranstalter*innen des Christopher Street Days (CSD) sehen den Fahrrad-Protest als sichere Alternative zur Parade. Sie wollen den CSD trotz Corona in die Öffentlichkeit zu bekommen „denn genau dort gehören der CSD und seine Botschaften hin: auf die Straße, ins Herz unserer Stadt“, so die Initiator*innen. Die Demonstration soll am 1. August stattfinden.

Auch andere Städte steigen aufs Fahrrad um

Oldenburg hat es vorgemacht und hat bereits am 20. Juni eine CSD-Fahrraddemonstration veranstaltet. Neben Hamburg nehmen auch Essen und Düsseldorf am rollenden Demonstrationszug teil. Berlin plant den Christopher Street Day größtenteils online zu feiern, kleinere Stadtteilveranstaltungen sind jedoch weiterhin geplant. Der Kölner CSD wurde vom 5. Juli auf dem 11. Oktober verschoben.

Den CSD aus dem Bett unterstützen

Neben der Fahrraddemo gibt es andere Aktionen. Die Aktivist*innen von Staypride2020 rufen zur Protestaktion von Zuhause aus auf. Am 27. Juni sollen sich möglichst viele Menschen im Bett fotografieren und das Bild dann auf Social-Media posten. Das Ziel: Aufmerksamkeit für die LGTBQ-Community schaffen.

Von den USA in die ganze Welt

Der Ursprung des Christopher Street Days liegt in den USA. Im Juni 1969 stürmten Polizisten die Bar „Stonewall Inn“ auf der Christopher Street in New York City. Daraufhin protestierte die Kundschaft, die größtenteils der LGTBQ-Community angehört, tagelang vor der Bar gegen die Willkur der Polizei. Der Ort der Bar gibt dem CSD seinen Namen.

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luw/dpa