Briefwahl in den USA
Foto: Patrick Semansky/AP/dpa

Bereits vor Öffnung der offiziellen Wahllokale haben 99,68 Millionen US-Bürger*innen gewählt – ein neuer Rekord. Das ergeben Daten des Early Elections Project der Universität von Florida. Trump beurteilt die Briefwahl kritisch.

99,68 Millionen US-Bürger*innen haben bereits gewählt. Das zeigen Daten des Early Elections Projects der Universität von Florida. Der bestehende Rekord an Frühwähler*innen von 2016 wurde damit gebrochen. Die abgegeben Stimmen setzen sich aus Stimmen der Briefwahl sowie aus bereits geöffneten Wahllokalen zusammen. Donald Trump versucht die Briefwahl seit Wochen als fälschungsanfällig darzustellen, gegen alle Evidenz und auch gegen die Einschätzung der relevanten US-Behörden.

Lage zur US-Wahl 2020
Extrem unterschiedliche Kandidaten, ein tief gespaltenes Land und ein Kongress, der in großen Teilen neu gewählt wird: Die US-Wahl 2020 ist in jeder Hinsicht historisch. Wie wichtig ist die Briefwahl? Was passiert in den kommenden Tagen? Und wird die Wahlbeteiligung so hoch ausfallen wie seit einem Jahrhundert nicht mehr? FINK.HAMBURG verfolgt für euch die Wahl und liefert Hintergründe, Erklärungen und Neuigkeiten, wenn es heißt: Trump oder Biden?

Knapp 40 Prozent haben bereits gewählt

Der Anteil der Frühwähler*innen hat sich im Vergleich zur letzten Wahl bereits mehr als verdoppelt – und macht knapp 40 Prozent der Wahlberechtigten aus. Durch die Corona-Pandemie ist der Anteil in diesem Jahr besonders hoch. Einige Wahlbüros haben schon seit Tagen geöffnet, um längere Schlangen am Wahltag zu vermeiden.

Umfragen haben ergeben, dass Demokraten häufiger per Briefwahl wählen und dass Republikaner vermehrt am Tag der Wahl ihre Stimme abgeben.

Briefwahl: Trump befürchtet Betrug

Ein Urteil des Supreme Court, welches die Auszählung bestimmter Briefwahlunterlagen noch Tage nach der Wahl erlaubt, hat Trump auf Twitter und Facebook scharf kritisiert. Trump warnte vor “Gewalt in den Straßen”. Die Plattformen haben den Post mit einem Warnhinweis markiert, er sei “umstritten und möglicherweise irreführend”.

bem

Titelbild: Patrick Semansky/AP/dpa

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