In den Swing States machten die Kandidaten für das Amt des US-Präsidenten Wahlkampf bis zur letzten Minute. Donald Trump und Joe Biden, aber auch Barack Obama warben in den umkämpften Bundesstaaten um wichtige Stimmen.

Lage zur US-Wahl 2020

Extrem unterschiedliche Kandidaten, ein tief gespaltenes Land und ein Kongress, der in großen Teilen neu gewählt wird: Die US-Wahl 2020 ist in jeder Hinsicht historisch. Wie wichtig ist die Briefwahl? Was passiert in den kommenden Tagen? Und wird die Wahlbeteiligung so hoch ausfallen wie seit einem Jahrhundert nicht mehr? FINK.HAMBURG verfolgt für euch die Wahl und liefert Hintergründe, Erklärungen und Neuigkeiten, wenn es heißt: Trump oder Biden?

Einen Tag vor der Wahl des US-Präsidenten machten die beiden Kandidaten nochmals kräftig Wahlkampf. Der amtierende Präsident Donald Trump trat in Michigan, North Carolina, Pennsylvania und Wisconsin auf. Sein Herausforderer Joe Biden in Ohio und ebenfalls in Pennsylvania. Alle besuchten Staaten zählen zu den Swing States, die besonders umkämpft sind und die Wahl entscheiden.

In Michigan versuchte Trump die Menschen mit der Drohung zu überzeugen, sein Rivale Biden würde Autoindustrie im Staat auslöschen und ausrotten wollen. Der Hauptsitz des Autoherstellers Ford liegt in Michigan. Seinen Wähler*innen versprach er bei einem Auftritt im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania ein Rekordjahr für die Wirtschaft. „Wir schaffen ein wirtschaftliches Machtzentrum, das in der Welt nicht seinesgleichen findet“, sagte Trump. Wie die Welt berichtet, wetterte der 74-Jährige außerdem in North Carolina bei einer Wahlkampfveranstaltung in Fayetteville gegen die Medien: „Wir haben keine Pressefreiheit.“

Biden optimistisch

Auch auf Twitter teilte Trump gegen Biden aus:

Biden hingegen attackierte Trump bei einer Rede in Ohio: „Dieser Typ ist eine Schande. Der erste Schritt, um dieses Virus zu schlagen, ist der Sieg über Donald Trump.“ In Pennsylvania, wo es um 20 Wahlgesandte geht, sagte Biden: „Morgen können wir eine Präsidentschaft beenden, die unsere Nation gespalten und die Flamme des Hasses angefacht hat.“ Bei seiner Rede in der Stadt Pittsburgh zeigte er sich am Vorabend der Wahl optimistisch: „Ich habe das Gefühl, dass wir uns für einen großen Sieg morgen sammeln.“ Bidens Events fanden als große Autokinos statt.

Wahlkampf auch von Obama, Harris und Melania Trump

Unterstützt wurde der 77-jährige Biden durch Ex-Präsident Barack Obama, der für seinen früheren Vize Biden warb: „Er hat mich zu einem besseren Präsidenten gemacht.“ In Florida, auch ein Swing State, sagte Obama in einer Ansprache, Trump müsste abgewählt werden. Er habe im Weißen Haus eine „Reality Show“ veranstaltet, schreibt das Handelsblatt. Zuvor machte er Zuhörer*innen in Atlanta im Bundesstaat Georgia Mut das Coronavirus zu besiegen, wenn Biden gewählt wird: „Yes, we can.“

Bidens Vizekandidatin Kamala Harris trat ebenfalls in Pennsylvania in einem Autokino auf. „Lasst uns wählen, und zwar mit Überzeugung und Selbstvertrauen und Hoffnung“, sagte sie. Besonders lautes Hupen erntete Harris, als sie über Krankenversicherungen, Frauenrechte und das Strafrechtssystem sprach.

Melania Trump war für ihren Mann war für ihren Mann auf Tour: „Amerikaner können für einen Anführer stimmen, der unsere Verbündeten zur Verantwortung zieht, oder für einen früheren Vizepräsidenten, der sich für amerikanische Größe entschuldigt“, sagte Melania Trump in Huntersville in Bundesstaat North Carolina.

pan

Titelbild: Patrick Semansky/AP/dpa