Wahlkampf in den Swing States

Präsident Trump und Herausforderer Biden konzentrieren sich im Wahlkampf-Endspurt auf die „Swing States“ – und setzen dabei auf unterschiedliche Strategien. Trump tourt durch mehrere Bundesstaaten, Biden fokussiert sich auf Pennsylvania.

US-Präsident Donald Trump besuchte am Sonntag fünf besonders umkämpfte Bundesstaaten. Herausforderer Joe Biden konzentriert sich auf Veranstaltungen in Pennsylvania. Auf den Veranstaltungen greifen sich die Konkurrenten gegenseitig scharf an.

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Trump bereist mehrere „Swing States“

In insgesamt fünf Bundesstaaten hat US-Präsident Trump am Sonntag Wahlkampfveranstaltungen durchgeführt: Er sprach in Michigan, Iowa, North Carolina, Georgia und Florida. Am Montag, dem letzten Tag vor der Wahl am 3. November, sollen weitere Auftritte folgen.

Auf den Veranstaltungen richtete er an Herausforderer Biden schwere Vorwürfe. Trump behauptete, die Biden-Familie habe Millionen Dollar von China bekommen. „Wenn Biden gewinnt, gewinnt China. Wenn wir gewinnen, gewinnt Amerika“, sagt Trump. Außerdem kritisierte er die Corona-Politik der Europäer scharf.

Biden konzentriert sich auf Pennsylvania

Im Gegensatz zu Präsident Trump bündelt Biden seine Kapazitäten auf den Wahlkampf in einem Bundesstaat – dem „Swing State“ Pennsylvania. Am Sonntag führte er dort zwei Veranstaltungen durch. Besonders hierbei: Um die Corona-Regelungen einzuhalten, durften die Teilnehmer*innen die Veranstaltung nur aus ihren Autos heraus verfolgen. Am Montag sind gemeinsam mit Kamala Harris, Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin, weitere Veranstaltungen in Pennsylvania geplant.

Auch Biden äußerte sich zur Corona-Pandemie und bezeichnete das Krisenmanagement von Trump als „fast kriminell“. Präsident Trump warf er mangelnde außenpolitische Autorität vor und nannte ihn „Putins Hündchen“.

„Swing States“ entscheidend

Die „Swing States“ nehmen im US-Wahlkampf eine besondere Rolle ein. In diesen Bundesstaaten ist unklar, ob die Demokraten oder die Republikaner die meisten Stimmen erhalten. Zu den „Swing States“ gehören unter anderem Pennsylvania, Florida und auch Ohio. Aktuelle Umfragen sagen auch ein knappes Ergebnis in North Carolina und Michigan voraus.

bem

Beitragsbild: Pixabay

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Bennet Möller, Jahrgang 1995, stand schon mal im Finale einer Deutschen Meisterschaft – im Futsal, einer besonders schnellen Form des Hallenfußballs. Das war 2019, als Bennet noch mit dem Studium der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg beschäftigt war. Beim Unternehmen Jungheinrich, berühmt für seine Lagertechnik, arbeitete er in der Kommunikationsabteilung – er saß auch schon mal selbst auf einem Gabelstapler. Für das politische Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte er Veranstaltungen mit Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsleuten. Yuval Noah Hararis „Kurze Geschichte der Menschheit“ ist sein Lieblingssachbuch, und überhaupt liest er lieber, als Fernzusehen. Auch Fußball spielt er lieber selbst, als es auf einem Bildschirm zu verfolgen. Kürzel: bem

3 KOMMENTARE

  1. […] So viel steht fest: Donald Trumps erste Amtszeit ist vorbei. In den letzten vier Jahren wurden ihm etliche Fehler vorgeworfen – als Politiker, aber auch als Unternehmer und Privatmann. Kein Präsident vor ihm hat die Welt so auf den Kopf gestellt. So zumindest der subjektive Eindruck. […]

  2. […] Einen Tag vor der Wahl des US-Präsidenten machten die beiden Kandidaten nochmals kräftig Wahlkampf. Der amtierende Präsident Donald Trump trat in Michigan, North Carolina, Pennsylvania und Wisconsin auf. Sein Herausforderer Joe Biden in Ohio und ebenfalls in Pennsylvania. Alle besuchten Staaten zählen zu den Swing States, die besonders umkämpft sind und die Wahl entscheiden. […]

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