Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Psyche von Heranwachsenden aus? Die Copsy-Studie des UKE beschäftigt sich mit genau diesem Thema. Aktuelle Auswertungen geben Anlass zur Sorge.
Die Copsy-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) befasst sich speziell mit dem Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen zwischen sieben und 17 Jahren während der Corona-Pandemie. Die Ergebnisse der zweiten Befragung wurden am Mittwoch vorgestellt und bieten Grund zur Sorge: Fast jede dritte Kind zeigt ein knappes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland psychische Auffälligkeiten.
Auch schwere psychische Krankheiten nehmen zu
Im Vergleich zur ersten Auswertung hätten Sorgen und Ängste zugenommen. Ulrike Ravens-Sieberer, Leiterin der Studie, gab zudem an, dass auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden verstärkt zu beobachten seien. Auch die Lebensqualität der Probanden hat sich weiter verschlechtert. An der Studie nahmen mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche sowie 1.600 Eltern per Online-Fragebogen teil.
Psychologen warnen vor der Gefahr von Einsamkeitsgefühlen und Depression im Zuge der Corona-Maßnahmen, nicht nur bei Vorerkrankten. Wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema sind jedoch rar, die Copsy-Studie ist nach eigenen Angaben die erste ihrer Art bundesweit.
Lockdown-Gegner benutzen die Gefahr der psychischen Erkrankungen als Argument gegen die Eindämmungs-Maßnahmen von Bund und Ländern. Mit Statistiken und Zahlen ohne Kausalzusammenhang sowie persönlichen Meinungen und Empfindungen werden ihre Behauptungen gestützt. Nach Experteneinschätzungen ist jedoch die Eindämmung einer physischen Krankheit, wie dem Corona-Virus, deren große Gefahr aktuell eindeutig einschätzbar ist, wichtiger als potentiell entstehende psychische Erkrankungen, deren Ausmaß und Gefahr momentan weitesgehend unklar ist.
mak/dpa
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Wenn man Maximilian Kaiser, Jahrgang 1992, in der Bahn mit Kopfhörern trifft, nickt sein Kopf und die Lippen singen mit. Aber bloß keinen Schlager, denn obwohl er am 11.11. geboren ist, hasst er Fasching. Eigentlich wollte er nach seinem Abitur zum Film. Nach abschreckenden Einblicken in die Branche entschied er sich jedoch dafür, in seiner Heimatstadt München Mediadesign zu studieren. Während seines Studiums entdeckte er seine Liebe für die Fotografie, gerne schön nostalgisch analog. Nach seinem Bachelor bereiste er als Junior-PR-Manager einer Firma für Kommunikationstechnologie afrikanische Länder wie den Sudan und Ghana. In Hamburg will er wieder kreativer werden – für FINK.HAMBURG aber auch privat, wenn er mit Kopfhörern und Kamera die Stadt erkundet. Kürzel: mak