Mit der Kälte ist in Hamburg auch die Zahl der verstorbenen obdachlosen Menschen gestiegen. Die „Eisbademeisters“ wollen mit einem Sprung ins kalte Wasser auf die Situation der Obdachlosen aufmerksam machen und zu Spenden aufrufen.

Alleine vergangene Woche sind vier obdachlose Menschen auf den Straßen Hamburgs verstorben. Vergangene Woche bargen Feuerwerkräfte ein Verkäufer des Hamburger Straßenmagazins „Hinz und Kunzt“ leblos aus dem Billhorner Kanal.

Hamburger Vereine mieten schon seit November Hotelzimmer an, um obdachlose Menschen vor Kälte und Krankheit zu schützen. Die Hamburger Bürgerschaft hingegen lehnte Ende Januar zum dritten Mal Anträge der Linken, FDP und der CDU zur Hotelunterbringung ab.

Mindestens elf verstorbene Obdachlose

Bereits vor zwei Wochen veranstaltete „Hinz und Kunzt“ eine Mahnwache. Unter dem Hashtag #openthehotels erinnerten Sozialarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Straßenmagazins an die damals fünf verstorbenen Obdachlosen. Mittlerweile stieg diese Zahl auf mindestens elf.

Jetzt heißt es: Wir springen für Wärme ins kalte Wasser. Den ganzen Winter über wollen die „Eisbademeisters“ einmal pro Woche, freitags um 16 Uhr, am Elbstrand ins kalte Wasser springen – für den guten Zweck. FINK.HAMBURG war bereits am 29. Januar 2021 vor Ort:

Titelbild: Marie Filine Abel

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Maja Andresen, Jahrgang 1994, trainierte in Spitzenzeiten vierzehnmal die Woche für Spitzenzeiten. Mit 17 entdeckte sie jedoch die Welt jenseits des Triathlons. Nach einem Jahr Work & Travel in Neuseeland tauschte sie die Kleinstadtidylle in Schleswig-Holstein gegen das Großstadtleben in Wien ein. Dort studierte sie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Ihrem Interesse für Bewegtbild ging sie als Set-Runner beim Tatort Hamburg nach. Das gefiel ihr so gut, dass sie ihr Studium für zwei weitere Filmproduktionen unterbrach. Jetzt kennt sie auch die ausgefallenen Kaffeevorlieben von Bully Herbig und Matthias Schweighöfer. Nach dem Studium entwickelte und produzierte sie bei der ZEIT Akademie in Hamburg E-Learnings und schrieb für den dazugehörigen Blog. Sport macht Maja immer noch. Aber nur dreimal die Woche. Kürzel: man
Wo Paula-Lu Wiedeking, Jahrgang 1994, aufgewachsen ist, gibt es mehr Bäume als Menschen. In ihrem kleinen Dorf am Niederrhein musste sie drei Kilometer mit dem Fahrrad fahren, um eine Bushaltestelle zu erreichen. Ihr Fahrrad begleitete sie auch auf allen weiteren Stationen: zum Mode- und Textil-Studium in die Niederlande, zum Praktikum in eine Modefirma nach Berlin und dann nach Hamburg. Dort hat sie bei Otto in der Social-Media-Abteilung und im Online-Marketing gearbeitet. In ihrer Freizeit engagiert sie sich ehrenamtlich und hat beispielsweise Geflüchtete in Deutsch unterrichtet und bei Behördengängen begleitet. Ihre große Leidenschaft: das Zeichnen und Malen mit digitalen Tools. Wenn sie dem mal nicht nachgeht, findet man sie auf Flohmärkten oder im Café mit einem Hafer-Latte. Kürzel: pal
Marie Filine Abel, geboren 1992 in Hamburg, diskutiert leidenschaftlich gern: Mit einem Verschwörungstheoretiker im Flugzeug über Aliens, mit Margarete Stokowski via Instagram über die feministischen Implikationen jungfräulicher Cocktails, oder beim Kartenspiel am Küchentisch. Zwischen den Zeilen zu lesen hat sie während ihres Studiums der Kulturwissenschaften in Lüneburg gelernt. Sie hospitierte am Hamburger Schauspielhaus in der Regie und interviewte für das Stadtmagazin „Szene Hamburg“ Künstler, Krippensammler und Klimaaktivisten. Da war klar: Marie will als Journalistin Anderen Raum für ihre Geschichten geben. Eine sein, die den Mund aufmacht und auf Missstände hinweist - ganz so, wie sie es in ihrer Kindheit aus Musikkassetten von Hannes Wader oder Fredrik Vahle gelernt hat. Kürzel: mfa

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