Die Impfung gegen das Coronavirus kann man seit Montag auch mit dem digitalen Impfpass nachweisen. Er ergänzt das gelbe Impfbuch oder den Nachweis über die Corona-Schutzimpfung, die weiterhin ihre Gültigkeit behalten.

„CovPass“ heißt die App, die vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegeben wird. Mit ihr lässt sich der Impfstatus auch digital dokumentieren. Dafür benötigt man allerdings zunächst ein Impfzertifikat nach EU-Standard, welches ab dieser Woche ausgestellt wird.

Wer bereits zweifach geimpft ist, kann sich ein solches Zertifikat mit QR-Code kostenlos in der Apotheke ausstellen lassen. Hierfür werden ein Nachweis über die Impfung (zum Beispiel das gelbe Impfbuch) und der Personalausweis benötigt. Teilnehmende Apotheken sind auf www.mein-apothekenmanager.de aufgelistet.

Zum Start am gestrigen Montag hatte die Hamburger Sozialbehörde zunächst um Geduld gebeten: Sie  habe noch an der technischen Infrastruktur für die Ausstellung der Zertifikate gearbeitet. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten wegen möglicherweise überlasteter RKI-Server sei die Ausgabe in Hamburg aber schon gestern gut angelaufen, so Ena Meyer-Bürck, Geschäftsführerin der Apothekerkammer. Demnach hätten sich rund 75 Prozent der Hamburger Apotheken für den Service registriert.

Wer seine Impfungen im Hamburger Impfzentrum erhalten hat, muss sich laut Sozialbehörde übrigens nicht in der Apotheke um das Zertifikat bemühen: Ab sofort steht unter www.panex-impfzertifikat.de ein Online-Service zur Verfügung, über den das Impfzertifikat bequem heruntergeladen werden kann. Sowohl bereits durchgeführte als auch anstehende Impfungen können so erfasst werden.

Für die Identifikation werden neben Angaben zur Person die Nummer der Impfbestätigung sowie die Chargennummer des Impfstoffs benötigt. Diese Angaben sind auf der Impfbestätigung erhalten.

Registrierung nach Impfung mittels QR-Code

Durch Scannen des QR-Codes wird das Zeritfikat in der Impfpass-App registriert. Die „CovPass“-Anwendung dient hierbei lediglich als Impfnachweis und bietet keine weiteren Funktionen. Die hinterlegten Daten verbleiben ausschließlich lokal auf dem Smartphone. Ein zentrales Impfregister ist laut Robert Koch-Institut nicht geplant.

Für den Nachweis über die Impfung generiert die App einen QR-Code. Diesen Code können prüfende Personen mit der „CovPassCheck“-App scannen. Sie zeigt Impfstatus, Vor- und Nachname und Geburtsdatum an.

Die Impfung gegen das Coronavirus lässt sich auch in der "Corona-Warn-App" hinterlegen. Foto: Chantal Seiter
Die Impfung gegen das Coronavirus lässt sich auch in der „Corona-Warn-App“ hinterlegen. Screenshot: Chantal Seiter

Auch in der „Corona-Warn-App“ kann man seinen Impfstatus seit dem jüngsten Update hinterlegen. Dies funktioniert wie in der „CovPass“-App durch Einscannen des Impfzertifikats. Auch sie generiert einen QR-Code, der sich mittels „CovPassCheck“-App erfassen lässt.

Der digitale Impfpass ist EU-weit einsetzbar. Den vollständigen Impfschutz zeigen die Apps 14 Tage nach der Zweitimpfung an. Laut RKI sollen perspektivisch auch Getestete und Genesene ihren Status in den Anwendungen hinterlegen können. Wie auch „CovPass“ wird „CovPassCheck“ vom Robert Koch-Institut herausgegeben.

dpa/car

Titelbild: Markus Winkler/Pexels

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Dänisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Englisch – so vielfältig wie ihr Sprachrepertoire ist auch das Leben von Chantal Seiter. 1995 in Mamou, Guinea, geboren, ging es nach zwei Jahren in das Heimatland ihres Vaters: Deutschland. Aufgewachsen in Kiel und Sønderborg (Dänemark) wurde sie zu einem echten Nordlicht. Nach ihrem Bachelor in Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation an der FH Kiel arbeitete Chantal in einer Osnabrücker Kreativagentur. In der NGO „Letzte Werbung“ setzt sie sich dafür ein, dass weniger Reklame in unseren Briefkästen landet. Obwohl sie ein Apple-Nerd ist, isst Chantal lieber Pommes und Popcorn als Obst. Stillstand kann sie nicht leiden, dafür mag sie Dinge, die sich ständig weiterentwickeln: Architektur, Design und Mode. Kürzel: car

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