Blutspenden
Das UKE hat einen Blutspendemangel Foto: Sabin Urcelay/Pixabay

Das UKE benötigt dringend Blutspenden. Im letzten Jahr wurden viele Operationen wegen Corona verschoben. Doch Blutspenden fehlen, Eingriffe können nur schleppend nachgeholt werden. Aktionen zum Weltblutspendetag sollen zur Spende animieren.

Durch die Corona-Pandemie haben sich im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) viele Operationen angestaut, weshalb jetzt dringend nach Blutspender:innen gesucht wird. Bis zu 50 Prozent der verlegten Eingriffe und Operationen können der Klinik zufolge durch mangelnde Blutkonserven noch immer nicht durchgeführt werden.

Im letzten Jahr gab es im UKE 13 Prozent mehr Bluttransfusionen als im Vorjahr. In vielen Kliniken sah das anders aus. Dennoch sei die Anzahl der Blutspenden im UKE in den vergangenen Wochen gesunken, so Sven Peine, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin. Er begründet das mit dem „Aufblühen des öffentlichen Lebens“.

Aktionen zum Weltblutspendetag

Passend zum Weltblutspendetag (14. Juni) machen auch die Helios Kliniken in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) mit der Kampagne #missingtype – „Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf!“ auf den Blutspendenmangel aufmerksam. Dabei sind über 200 Unternehmen, Vereine, Sportler und Bands in ganz Deutschland beteiligt. Außerdem sind in einzelnen Helios Kliniken verschiedenen Aktionen geplant, die zusätzlich auf das Thema Blutspende aufmerksam machen sollen.

Blutspende nach Corona-Impfung möglich

Wer sich zum Schutz gegen Corona impfen lassen hat, darf auch Blut spenden. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens 24 Stunden nach der Injektion vergangen sind und sich der oder die Spender:in gut fühlt. Grundsätzlich sollte nur Blut spenden, wer gesund ist und im letzten Monat keinen fieberhaften Infekt oder mindestens sieben Tage keine anderen Erkältungsbeschwerden hatte.

Pandemiebedingt: Blutspenden mit Termin

Sowohl die Helios-Kliniken als auch der Blutspendedienst Hamburg bieten aktuell keine Blutspendeaktionen vor Ort an. Interessierte werden gebeten, stattdessen online, zum Beispiel über die DRK Blutspende-Zentren, einen Termin zu vereinbaren. Das UKE hat seit März wieder alle Standorte zum Blutspenden geöffnet. Die Öffnungszeiten können der Anlaufstelle des Universitätsklinikums im Netz, blutsgeschwister.net, entnommen werden.

dpa/law