Partys in Hamburger Parks – CDU fordert Ordnungsdienste in den Bezirken

Corona-Verstöße

Hamburger Stadtpark in der Nacht mit vielen Menschen wird von der Polizei geräumt
Der Hamburger Stadtpark wird von der Polizei geräumt. Foto: Jonas Walzberg/dpa

Am Wochenende feierten Tausende Menschen im Hamburger Stadtpark – und verstießen dabei gegen die geltenden Corona-Regelungen. Die Hamburger CDU fordert, den Bezirklichen Ordnungsdienst wieder einzuführen.

Tausende Partylustige feierten am Wochenende im Hamburger Stadtpark. Die Polizei musste dabei am Freitagabend das Gelände räumen. Auch am Samstag trieb es erneut viele Hamburger:innen in den Stadtpark – die Lage war aber nicht ganz so angespannt wie in der Nacht zuvor. Die Ausschreitungen im Stadtpark bekräftigen CDU-Fraktionsvorsitzenden Dennis Thering, einen Ordnungsdienst für die sieben Hamburger Bezirke einzuführen.

Der Stadtpark als Partyhochburg

Wie die Polizei mitteilt, versammelten sich seit dem frühen Samstagabend viele Menschen im Hamburger Stadtpark. Im Laufe des Abends sei die Stimmung aggressiver geworden: Böller wurden gezündet und vereinzelt Flaschen geworfen. Die meisten Menschen folgten dann aber der Aufforderung, den Stadtpark zu verlassen, teilt die Polizei mit. Gegen ein Uhr hätten sich nur noch wenige Menschen im Park aufgehalten.

Anders in der Nacht zum Samstag: Nachdem die Polizei nach eigenen Angaben mehrfach versucht hatte, große Menschengruppen aufzulösen, räumte sie das gesamte Gelände. Rund 4000 Menschen hatten im Stadtpark gefeiert und dabei nicht nur die Corona-Regeln missachtet: „Wir haben festgestellt, dass mit zunehmendem Alkoholkonsum die Aggression, auch untereinander, stieg“, sagte die Polizeipressestelle FINK.HAMBURG. Es sei zu Straftaten wie Körperverletzungsdelikten oder Diebstählen gekommen. Als die Beamten einschritten, wurden Flaschen geworfen, wodurch vier Beamte verletzt wurden.

CDU fordert Bezirklichen Ordnungsdienst

Bereits am vergangenen Donnerstag, 17. Juni, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Dennis Thering, in Hamburgs Bezirken müssten wieder Ordnungsdienste eingeführt werden. Die bezirklichen Ordnungsdienste würden sich um Lärm, Sauberkeit und Sicherheit in den Stadtteilen kümmern. Das könne die Hamburger Polizei entlasten, so Thering.

„Es geht nicht darum, ein Treffen von Freunden und gemeinsames Feiern in Parks und Grünanlagen zu verbieten“, sagt Thering gegenüber FINK.HAMBURG. Jedoch müsse auch auf die Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtteil Rücksicht genommen werden. Nächtelange Lärmbelästigung, Wildpinkeln oder „Vermüllungsorgien“ seien nicht akzeptabel. „SPD und Grüne sind in der Pflicht, hier für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen – und das geht nur mit einem vollwertigen Ordnungsdienst in allen sieben Bezirken.“

Einen Kontrolldienst für Großveranstaltungen gibt es bereits

Dass dem Vorschlag der CDU, einen zusätzlichen bezirklichen Ordnungsdienst einzuführen, in der Bürgerschaft zugestimmt wird, ist unwahrscheinlich. Erst am vergangenen Freitag, 18. Juni, hatte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschenscher (SPD) die Einführung eines zentralen Kontrolldienstes für Großveranstaltungen ab 10.000 Personen in Hamburg angekündigt. „Events wie der Hafengeburtstag, der Christopher Street Day oder internationale Sportveranstaltungen wie die Cyclassics, ziehen Tausende Besucherinnen und Besucher an“, sagte Tschentscher zur der Präsentation der neuen Einheit. „Der Kontrolldienst sorgt nun hamburgweit dafür, dass dabei alle notwendigen Regeln und Auflagen eingehalten werden.“

Bis 2013 hatte es in Hamburg den bezirklichen Ordnungsdienst gegeben, der zum Beispiel Partymeilen und Parks kontrollierte und gegen nächtliche Ruhestörung vorging. Wie der NDR berichtete, schaffte der Senat den Ordnungsdienst vor acht Jahren ab.

api/dpa

Foto: Jonas Walzberg/dpa

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Seit Alina Pinckvoß, Jahrgang 1999 mit „Linas Finanztagebuch“ bei Instagram über Ihren Weg in die Welt des Geldes berichtet, wollen Leute Anlagetipps von ihr. Dabei hat sie zum Beispiel von Kryptowährungen und Aktien keine Ahnung, sagt sie. Mit sozialen Medien dagegen kennt sie sich aus, der Journalismus ist ihr Ziel. Für die „Küchenschlacht“ im ZDF schrieb sie Moderationskarten für Johann Lafer, an der UE Hamburg studierte sie Communication & Media Management. Ihr T4-Bus schaffte es beim letzten Mal leider nicht mehr durch den TÜV, aber Alina ist weiterhin gerne unterwegs. Sie studierte in Madrid, ist schon in Südafrika von einer Brücke gesprungen (mit Gummiseil) – und zwei Tage später aus einem Flugzeug (mit Fallschirm). Am liebsten ist sie aber immer noch da, wo sie geboren wurde: In Deutschlands Norden. Kürzel: api