Temperaturen über zwanzig Grad treibt die Hamburger:innen aufs Wasser. Die dänische NGO Green Kayak bietet in Hamburg kostenlose Paddeltouren an. Einzige Bedingung: Während der Fahrt muss auch Müll eingesammelt werden. 

Eine Win-Win-Situation: Hamburger:innen können sich an sechs Stationen die grünen Kayaks der dänischen Umweltinitiative Green Kayak ausleihen. Damit die Paddeltour kostenlos ist, müssen die Fahrer:innen während ihrer Tour Müll aus den Gewässern einsammeln. Seit 2019 erhalten die Green Kayaks großen Zuspruch und wurden dieses Jahr nun mit zwei weiteren Booten aufgestockt.

Mitgründer Oke Carstensen sagt dazu: „Das Leben erwacht aus dem Corona-Schlaf, so auch die Hamburger Green Kayaks.“ Nach Angaben der NGO sammelten im letzten Jahr rund 1.500 Kayakfahrer:innen mehr als 3,1 Tonnen Müll aus dem Wasser – im Schnitt sind das 4,2 Kilogramm pro Tour.

Wassersport und Umweltschutz

Durch die steigende Beliebtheit von Wassersport wächst auch die Verantwortung, die Gewässer sauber zu halten. „Rücksicht muss man in diesen Zeiten nicht nur aufeinander, sondern auch auf die Natur nehmen“, sagte jüngst Umweltsenator Jens Kerstan. Mit Green Kayak könne man Spaß mit Umweltschutz verbinden.

Mittlerweile findet man die grünen Boote auch in Berlin und anderen europäischen Städten, wie Dublin, Stockholm oder in der Gründungsstadt Kopenhagen. Jedes Green Kayak ist mit Schwimmwesten, Eimer und zwei Müllgreifern ausgestattet. Durch eine Gewässerkarte erfahren die Paddler:innen, welche Kanäle nicht befahren sollten, um Flora und Fauna zu schützen.

Ausleihen kann man die Boote an diesen Stationen:

  • Zur Gondel, Kaemmererufer 25, 22303 Hamburg
  • SUP CLUB Hamburg, Isekai 1, 20249 Hamburg (zwei Boote)
  • Bootshaus Bergedorf, Schillerufer 41, 21029 Hamburg
  • Paddel-Meier, Heinrich-Osterath-Straße 256, 21037 Hamburg
  • Chapeau! Moorfuhrtweg 9, 22301 Hamburg
  • Seehaus Hamburg, An der Alster 10A, 20099 Hamburg (zwei Boote)

dpa/agu

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Keramik, Textilien bemalen, Blumen trocknen oder Kerzen drehen: Irgendetwas Schöpferisches muss Anna Nguyen, Jahrgang 1993, immer zu tun haben. Bis zu ihrem siebten Lebensjahr lebte sie in Köthen, Sachsen-Anhalt, die ersten fünf Jahre in einem Asylbewerberheim. Mit ihren Eltern verkaufte sie auf der Straße Blumen und Zigaretten. Als Teenagerin lebte sie im Allgäu, kann aber trotzdem nicht Skifahren. Sie studierte in Würzburg und Neu-Ulm, machte einen Bachelor in Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation. Nach einem Praxissemester bei einem hiesigen Social-Media-Startup wollte sie dauerhaft nach Hamburg. Bei „Mit Vergnügen“ arbeitete sie als Redakteurin – zwischenzeitlich schrieb sie auch eine Kolumne über die Unterschiede zwischen Süd- und Norddeutschland. Besonders viel Ärger gab es, wenn es darin um Aldi Nord und Aldi Süd ging.

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