Hamburger Corona-Impfzentrum/ Corona Lockerungen
Blick in das Hamburger Corona-Impfzentrum. Foto: Christian Charisius/dpa.

Der Hamburger Senat hat weitere Lockerungen beschlossen. Anfang Juli sind Testergebnisse länger gültig, Tanzveranstaltungen wieder erlaubt und Regeln für den Sport gelockert. Gleichzeitig breitet sich die Delta-Variante in der Stadt aus.

Der Senat hat bekannt gegeben, dass das stabile Infektionsgeschehen in Hamburg weitere Öffnungsschritte ermögliche. Ab Freitag sollen neue Lockerungen in Kraft treten.

Diese Lockerungen gelten ab 2. Juli

  • Tanzveranstaltungen im Freien mit maximal 250 Personen sind wieder erlaubt. Ergänzend sind einige Auflagen zu erfüllen: ein Hygiene- und Schutzkonzept, Abstandsgebote, Testpflicht, Voranmeldung und Kontaktnachverfolgung.
  • Antigenschnelltests sind künftig doppelt so lange gültig. Statt 24 Stunden werden die Ergebnisse nun bis maximal 48 Stunden nach dem Test akzeptiert.
  • Wer eine Kreuzfahrt in Hamburg antritt, braucht keinen PCR-Test mehr. Beim Boarding reicht ein negatives Schnelltestergebnis aus.
  • Bei Sportveranstaltungen dürfen die Sitzplätze künftig im Schachbrettmuster angeordnet sein. Für Stehplätze sind weiterhin 1,5 Meter Abstand vorgeschrieben.
  • Mannschaftssport und Kontaktsport sind draußen und drinnen unabhängig von der Personenzahl erlaubt. In Innenräumen ist die Personenzahl jedoch an die Raumgröße geknüpft: Erlaubt ist eine Person je zehn Quadratmeter Fläche. Zusätzlich gelten die bisherigen Auflagen, wie zum Beispiel eine Testpflicht in Innenräumen.

Inzidenz sinkt, aber Delta-Variante breitet sich aus

Allgemein entspannt sich die Corona-Lage aktuell in Hamburg. 28 Menschen haben sich nach den offiziellen Zahlen am Mittwoch neu infiziert, das sind 29 weniger als vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt damit von 10,3 in der Vorwoche auf 8,3 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner:innen.

Die derzeitig guten Zahlen können sich jedoch schnell ändern. Die ansteckendere Delta-Variante breitet sich weiter in der Stadt aus. Hamburg hat nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts aktuell die höchste Inzidenz aller Bundesländer. Die Zahlen sind trotz Impfungen weiterhin höher als vor einem Jahr: Am 30. Juni 2020 lag die Inzidenz bei 1,6. Damals fanden aber deutlich weniger Tests statt.

Rund 2000 Obdachlose geimpft

Einen Erfolg konnte am Dienstag die Sozialbehörde vermelden: Seit April haben mobile Impfteams und stationäre Einrichtungen etwa 1800 bis 2000 Obdachlose in Hamburg geimpft. Die Impfung fand an Orten statt, die den Betroffenen vertraut sind und die sie häufiger aufsuchen.

Um einen guten Impfschutz zu garantieren, erhielten die Obdachlosen den Impfstoff von Johnson & Johnson. Dieser muss nur einmal verimpft werden und bietet nach 14 Tagen den vollen Impfschutz.

Da nach Schätzungen der Sozialbehörde rund 2000 Obdachlose in Hamburg leben, gilt die Impfaktion als abgeschlossen. Wer noch nicht geimpft ist, kann weiterhin per Telefon über die Nummer 116 117 oder online einen Termin vereinbaren. Die Impfung ist kostenlos und unabhängig vom Krankenversicherungsstatus oder anderen Bedingungen.

Impfungen gehen weiter voran

Seit Montag ist die Impfpriorisierung im Hamburger Impfzentrum aufgehoben. Bis jetzt wurden 970.210 Menschen im Hamburg erstmalig mit einem Impfstoff gegen das Corona-Virus geimpft. 647.475 Hamburger:innen genießen bereits den vollen Impfschutz. Das sind rund 34 Prozent der Stadtbevölkerung.

Im Laufe des Julis plant der Senat 200.000 Impfungen im im Impfzentrum in den Messehallen. Bis Ende des Monats soll so jede:r impfwillige Hamburger:in mit einem Impfangebot rechnen können.

dpa/lau

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