Wiederöffnung des Hamburger Impfzentrums nicht geplant

Nach Spahn-Vorschlag

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Das Hamburger Impfzentrum bleibt vorerst zu. Quelle: Gustavo Fring von Pexels

Die Booster-Impfungen stehen an und laufen schleppend. Geht es nach Gesundheitsminister Spahn, sollen die Länder daher die Impfzentren wieder öffnen. In Hamburg ist das nach FINK.HAMBURG-Informationen derzeit nicht geplant.

Seit Ende August ist das Hamburger Impfzentrum geschlossen. Der Winter kommt, die Corona-Zahlen steigen wieder. Deshalb forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ die Wiedereröffnung der Impfzentren: „Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Stand-By bereit halten, nun wieder startbereit machen.“

In Hamburg sei aktuell aber keine Wiedereröffnung des Impfzentrums geplant, sagte eine Sprecherin der Hamburger Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration FINK.HAMBURG. Grund dafür sei die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, die sich auf wenige Gruppen beschränkt. Diese empfiehlt eine Booster-Impfung aktuell nur für Personen über 70 Jahren und Menschen, die den Impfstoff von Johnson und Johnson erhalten haben.

Impfzentrum aktuell nicht notwendig

„Aktuell setzen wir auf das städtische Regelsystem“, so Pressesprecherin Anja Segert. Dazu gehören niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser, die die Auffrischungsimpfungen verabreichen. Bisher läge der Behörde auch keinerlei Information vor, die auf eine hohe Auslastung der Ärzt:innen hindeute.

„Wenn sich die Empfehlung der Stiko ändert, könnte noch einmal darüber beraten werden“, so Segert. Bis dahin besteht für alle die Möglichkeit, sich in Arztpraxen oder Krankenhäusern impfen zu lassen. Außerdem gibt es zahlreiche Impfangebote in der ganzen Stadt. Impfwillige müssen aber selbst aktiv werden.

kab

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Katharina Böhmer ist das Chamäleon unserer Redaktion. Geboren im Jahr 1998 im großen Nichts von Geseke in Nordrhein-Westfalen, hat sie sich entschieden, nicht nur eine Sache zu machen, sondern einfach mal alle: Sport? Mal Fitnessstudio, mal kiten. Einfach ausprobieren und machen. Musik? Von Metal über Pop bis Schlager, alles dabei. Arbeit? Sat 1 oder auch ThyssenKrupp. Katharina stieg ganz klassisch im Lokaljournalismus ein – berichtete über Schützenfeste und Schultheater. Dem Schreiben ist sie treugeblieben, auch wenn sich mittlerweile noch Video und Audio zu ihren Kompetenzen hinzugesellt haben. Ihre liebsten Themen sind Menschen und ihre Geschichten – so schrieb sie etwa über einen Sammler, der sein Haus zu einem DDR-Museum umgebaut hat. Nächstes Ziel: eine eigene Politik-Talkshow. (kab)

1 KOMMENTAR

  1. Ich kann es nicht fassen…
    Das nennen die Hamburger Behörde also ein niederschwelliges Impfangebot. Sich 5 Stunden bei 3 Grad auf einem Parkplatz stellen, halte ich für eine Zumutung. Die Arztpraxen haben bis Ende des Jahres keine freien Termine und kriechen auf dem Zahnfleisch. Die Impfzenten zum Start der Grippezeit zu schließen, war in meinen Augen ein großer Fehler. Von den Auffrischungsimfungen hat von den Entscheidern warscheinlich noch niemend etwas gehört.

    Ich kann nur mit dem Kopf schütteln…

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