Durch einen fünfstöckigen Aufbau soll der Bunker in der Feldstraße zu einem grünen Erholungsort werden. Bereits 2021 sollte der Umbau fertig sein. Nun verzögern sich die Bauarbeiten erneut.

Der Umbau des Bunkers an der Feldstraße verzögert sich erneut durch coronabedingte Engpässe, wie Projektsprecher Frank Schulze am Wochenende mitteilte. Der ehemalige Flakbunker aus dem Zweiten Weltkrieg wird seit 2019 um fünf pyramidenartige Stockwerke erweitert, so jedenfalls der Plan. Damit soll der Bunker um rund 20 Meter höher werden. Das Ziel: ein grüner Erholungsort direkt am Millerntor-Stadion.

„Vor zwei Monaten wurde die oberste Decke betoniert, damit ist der Rohbau fast fertig. Aktuell wird am Innenausbau gearbeitet“, sagt Schulze. Damit hat der Bau seine endgültige Höhe von 58 Metern erreicht. Noch in diesem Jahr soll der grüne Bunker fertig werden. Das Bautempo hänge jedoch stark von Faktoren wie der anhaltenden Baustoffknappheit ab, so Schulze.

Highlight soll eine 7600 Quadratmeter große Grünfläche in Form eines Dachgartens werden. Die Projektplaner:innen haben vor in den kommenden Wochen noch etwa 4700 Bäume, Gehölze, Sträucher, Hecken, Kletterpflanzen und Bodendecker im Park zu pflanzen. Außerdem ist dort eine Halle mit Platz für bis zu 2200 Besucher:innen geplant. Laut der offiziellen Internetseite des Projektmanagements, sind zudem ein Hotel mit 136 Zimmern, Räume für Kunst und Kultur sowie eine Bar und ein Restaurant geplant.

Umbau des Hochbunkers: Teurer als geplant und umstritten

Der Umbau ist jedoch nicht unumstritten. Anwohner:innen, Stadtplaner:innen und Denkmalschützer:innen äußerten zahlreiche Bedenken. So verweist beispielsweise die Feldbunker Initiative – ein Zusammenschluss von Anwohner:innen, die sich gegen den Ausbau stark machen – auf den Baustufenplan von 1955, laut dem eine Bebauung des Gebiets rechtswidrig sei. Außerdem stören sich die Initator:innen unter anderem an der Höhe des Bauprojekts.

Ursprünglich sollte der Umbau 2021 fertig werden. Doch bereits in der Vergangenheit kam es öfters zu Problemen in der Lieferkette. In der Zwischenzeit kostet der grüne Bunker auch mindestens 60 Millionen Euro – 35 Millionen mehr als eigentlich geplant.

mku/dpa

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Manuel Kunst, 1988 in Wiesbaden geboren, macht, abgesehen von seinem angefangenen Architekturstudium, keine halben Sachen. Nach erfolgreicher Neuorientierung zog er nach Hamburg und gab schon in der ersten Woche Jürgen Vogel am Strand einen Tequila aus. Er studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Soziologie und absolvierte anschließend ein Volontariat beim „Unternehmer“-Magazin der Deutschen Unternehmer Börse. Dort baute er die Podcast- und Videoproduktion auf. Beim Gärtnern hat Manuel immer Pech, dafür kocht er gern und gut, ob asiatische oder italienische Gerichte. Als DJ legt er heute vor allem Hip-Hop auf, früher hat er einmal in der Hardcore Punkband „Deaf on Demand“ Gitarre gespielt. Auch alle Zähne hat er sich beim Pogen schon mal ausgeschlagen – allerdings schon im Alter von fünf Jahren beim Hüpfen auf dem Bett. (Kürzel: mku)