Baden Elbe: Die DLRG warnt davor nach dem Tod eines 13-Jährigen.
Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG und Polizei stehen während der Suche auf dem Anleger "Teufelsbrück" und am Ufer der Elbe. Foto: Jonas Walzberg/dpa

Die Deutsche Lebens-Retter-Gesellschaft ruft zur Vorsicht auf: Baden in der Elbe sei keine gute Idee. Grund dafür sind starke Strömungen. Vergangene Woche kam es zu einem Todesfall. Ein 13-jähriger Junge ertrank. 

„Die Elbe ist kein Bade- und Schwimmgewässer, sondern in erster Linie eine Seeschifffahrtsstraße“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Lebens-Retter-Gesellschaft (DLRG).

Besonders gefährlich sind Strömungen in der Elbe, die von außen nicht zu sehen sind. Die Elbe ist von den Gezeiten betroffen: Bei Flut erreicht die Strömung bis zu 4,5 Kilometer pro Stunde, das sind 1,2 Meter pro Sekunde. Ein*e gute*r Schwimmer*in kommt gerade einmal drei Kilometer die Stunde vorwärts.

Auch Schiffe und Abrisskanten im Fluss stellen eine Gefahr dar: Dadurch kann ein Sog entstehen, der Schwimmer*innen unter Wasser zieht. Außerdem ist die Sichttiefe schlecht. Als Schwimmer*in erkennt man nicht, wie tief das Wasser ist oder ob sich Hindernisse unter Wasser befinden. Die schlechte Sicht erschwert auch Such- und Rettungseinsätze an der Elbe.

Möchte man sich also in der Elbe abkühlen, ist Vorsicht geboten. Der Stadt Hamburg zufolge ist es laut Hygienegründen sowieso nicht ratsam, in der Elbe zu baden. Insbesondere nach starkem Regen ist die bakterielle Belastung zu hoch – Wasserproben übersteigen immer wieder die Vorgaben für Badegewässer.

Wo man stattdessen baden gehen kann, hat FINK.HAMBURG zusammengetragen.

Was tun bei Gefahr?

Gerät man beim Schwimmen trotzdem in strömende Gewässer, sollte man laut DLRG nie gegen die Strömung anschwimmen. Dies sei zu kräftezehrend und bringe selten Erfolg. Stattdessen solle man versuchen, sich schräg mit der Strömung ans Ufer treiben zu lassen. Wer dafür zu erschöpft ist, sollte sich auf den Rücken legen und mit Blick nach vorne treiben lassen, so die DLRG.

Wenn man Personen im Wasser treiben sieht, warnt die DLRG davor, selbst einen Rettungsversuch zu starten. Anstatt sich in Gefahr zu bringen, solle man immer einen Notruf absetzen. Unter 112 erreicht man rund um die Uhr den Rettungsdienst und die Feuerwehr, unter 110 die Polizei.

13-Jähriger ertrunken

Hintergrund für die Warnung ist der Tod eines 13-Jährigen vergangene Woche. Er sprang beim Fähranleger Teufelsbrück ins Wasser und ging unter. Einem Polizeisprecher zufolge blieb er eine halbe Stunde unter Wasser, Reanimierungsversuche waren erfolglos. Er verstarb schließlich im Krankenhaus.

lin/dpa

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Sarah Lindebner, 1998 in Innsbruck geboren, scheint Heimweh nicht zu kennen: Für Workaways zog es sie bereits nach England, Island, Norwegen und Portugal, für ihr Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaft nach München. Bei einer Produktionsfirma für Werbefilme räumte sie als Praktikantin Keller aus und wirkte bei einem Kurzfilm über eine Entführung mit. Technisches Knowhow erwarb sie während eines weiteren Praktikums in einer Dokumentarfilmproduktion. Bei einem halbjährigen Videojournalismus-Stipendium nahm sie die Kamera selbst in die Hand, um Nachtschichten in Bäckereien, Hotels und Krankenhäusern zu begleiten. Jetzt verbringt sie ihre Tage in den Redaktionsräumen von FINK.HAMBURG, wo die nächsten Filmprojekte auf sie warten. Lange wird es sicher nicht dauern, bis Sarah wieder die Koffer packt. Next Stop: die Mongolei. Kürzel: lin