Eine Schülerin in Osnabrück hält einen Teststreifen aus einem Corona-Schnelltest. Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk

Die freiwillige Testung mit Corona-Schnelltests in Hamburger Schulen fällt seit Montag weg. Der Einsatz von Luftfiltern in Klassenräumen soll schrittweise abgebaut werden.

Keine freiwilligen Corona-Schnelltests mehr an Schulen

Bisher konnten Schüler*innen in Hamburger Schulen freiwillig zwei Corona-Schnelltests wöchentlich machen. Jetzt hat die Hamburger Schulbehörde entschieden, diese Maßnahme ab diesem Montag (13.06.2022) aufzuheben.

Die Corona-Lage in Hamburg „hat deutlich an Schrecken verloren“

Bereits im Mai sagte Schulsenator Ties Rabe in einem Video der Behörde für Schule und Berufsbildung, dass Sicherheitsmaßnahmen langsam abgebaut werden könnten. „Zwar sind die Infektionszahlen sehr hoch, aber die Krankheit hat deutlich an Schrecken verloren“, erklärte er.

Hamburg folge damit dem Beispiel aller anderen Bundesländer, sagte ein Sprecher der Hamburger Schulbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg bei 501,9 und damit über dem Bundesdurchschnitt von 447,3 (Stand 14.06.2022, 00:00 Uhr).

Zur Sicherheit: Weitere zwei Millionen Schnelltests bereitgestellt

Das schulische Personal könne zur Absicherung des Regelbetriebes weiterhin zweimal pro Woche einen Schnelltest von der Schule erhalten. Die rund zwei Millionen bereits bestellten Schnelltests werden für die Schulen aufbewahrt. Sie sind reserviert, für den Fall, dass sich das Infektionsgeschehen erneut verschärfen sollte. Auf diese Weise können Schulen schnell reagieren, hieß es weiter von der Schulbehörde.

Auch Luftfilter werden schrittweise abgeschaltet

Auch die Luftfilter in den Klassenräumen sollen Schritt für Schritt abgebaut und gewartet werden, so die Schulbehörde. Der Grund: Bei den wärmeren Temperaturen im Sommer seien längere und häufigere Lüftungszeiten möglich. Regelmäßiges Stoß- und Querlüften der Unterrichtsräume bleibe verpflichtend bestehen. Schulbehörde und Gesundheitsbehörde beobachten die Lage.

bös/dpa