Klimaaktivistin Vanessa Nakate. Foto: dpa/Steffen Trumpf
Klimaaktivistin Vanessa Nakate. Foto: dpa/Steffen Trumpf

Vanessa Nakate erhält den ersten Helmut-Schmidt-Zukunftspreis in Hamburg. Die 25-jährige Uganderin setzt sich für Klimagerechtigkeit ein.

Die Wochenzeitung „Die Zeit“, die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung und die gemeinnützige Organisation The New Institute verleihen den Zukunftspreis in diesem Jahr zum ersten Mal. Er belohnt innovative Leistungen in den Bereichen Demokratie, Gesellschaft und Technologie mit 20.000 Euro.

Nakate ist Gründerin der „Rise Up„-Bewegung, einer Gruppe afrikanischer Klimaaktivist*innen. In ihrer Heimat Uganda leiden Menschen seit Jahren unter Dürren und Überschwemmungen.

Deshalb begann Nakate Anfang 2019 sich für Klimaschutz stark zu machen. Heute führt sie internationale Kampagnen durch, um auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen, die im globalen Süden bereits deutlich zu spüren sind.

Eine führende Stimme für Klimagerechtigkeit

2020 erhielt Nakate den Titel „UN Young Leader“. Eine Auszeichnung für ihr Engagement, um globale Nachhaltigkeitsziele zu definieren und zu erreichen. Die BBC nahm sie in ihre Liste der 100 inspirierenden und einflussreichen Frauen des Jahres auf. Zudem zählt sie zu den 100 einflussreichsten jungen Afrikaner*innen.

Die Jury bezeichnet Nakate als eine der führenden Stimmen für Klimagerechtigkeit und der jungen Generation: „Sie tritt ein für Uganda, Afrika und darüber hinaus, für einen großen Teil der Erde, der besonders stark vom Klimawandel betroffen ist – und am wenigsten dafür kann“, heißt es in der Begründung der Jury.

Die Preisverleihung findet an diesem Dienstagabend im kleinen Saal der Elbphilharmonie statt. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich zugänglich. Erwartet werden 500 geladene Gäste aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Medien.

Der Zukunftspreis soll ab jetzt jedes Jahr an eine internationale Persönlichkeit verliehen werden, die für innovative Leistungen in Demokratie und Gemeinwohl steht.

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Sarah Lindebner, 1998 in Innsbruck geboren, scheint Heimweh nicht zu kennen: Für Workaways zog es sie bereits nach England, Island, Norwegen und Portugal, für ihr Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaft nach München. Bei einer Produktionsfirma für Werbefilme räumte sie als Praktikantin Keller aus und wirkte bei einem Kurzfilm über eine Entführung mit. Technisches Knowhow erwarb sie während eines weiteren Praktikums in einer Dokumentarfilmproduktion. Bei einem halbjährigen Videojournalismus-Stipendium nahm sie die Kamera selbst in die Hand, um Nachtschichten in Bäckereien, Hotels und Krankenhäusern zu begleiten. Jetzt verbringt sie ihre Tage in den Redaktionsräumen von FINK.HAMBURG, wo die nächsten Filmprojekte auf sie warten. Lange wird es sicher nicht dauern, bis Sarah wieder die Koffer packt. Next Stop: die Mongolei. Kürzel: lin