Preisverleihung Filmfest Hamburg 2021
Preisverleihung Filmfest Hamburg 2021. Foto: Michael Kottmeier / Filmfest

Der schönste Film, der interessanteste, der publikumswirksamste, der künstlerisch wertvollste: Auch dieses Jahr werden beim Filmfest Hamburg wieder die besten Produktionen bei einer Preisverleihung geehrt.

In einer vorherigen Version des Textes waren die Nominierten des Hamburger Produzentenpreises für internationale Kino-Koproduktionen mit denen der deutschen Kinoproduktionen vertauscht. Dies wurde korrigiert. Weiterhin wurden die Gewinner der Preisverleihungen grün markiert. 

Nicht nur Produzent*innen und Regisseur*innen, sondern auch deutsche Verleihfirmen und der filmische Nachwuchs werden im Rahmen der 30. Ausgabe des Filmfestes mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 110.000 Euro ausgezeichnet. Die Produzentenpreisverleihung findet am Freitag, den 7.10. um 20 Uhr im Besenbinderhof statt. Die weiteren Preise werden am Samstag, den 8.10. um 19:30 Uhr, im CinemaxX 1 vor dem Abschlussfilm verliehen. Eine Übersicht über die Preise, die verliehen werden, sowie die dafür nominierten Filme bekommt ihr hier:

Hamburger Produzentenpreis für internationale Kino-Koproduktionen

Der Hamburger Produzentenpreis für internationale Kino-Koproduktionen an eine/n deutsche/n Koproduzent*in. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird ebenfalls von der Behörde für Kultur und Medien zur Verfügung gestellt.

Nominiert für den Produzentenpreis für deutsche Kinoproduktionen: America von Marcos Kantis.
Nominiert für den Produzentenpreis für internationale Kino-Koproduktionen: „America“. Foto: Filmfest Hamburg

Nominierte Filme und Produzent*innen:

  •  „America“ [Marcos Kantis, Schiwago Film]
  • „Die Goldenen Jahre“ [Jakob Claussen, Uli Putz, Claussen+Putz Filmproduktion]
  • „Heartbeast“ [Frauke Kolbmüller, Oma Inge Film]
  • „Holy Spider“ [Sol Bondy, One Two Films]
  • „Return To Soul“ [Hanneke van der Tas, Vandertastic]
  • „Trenque Lauquen“ [Stefan Butzmühlen, Mikosch Horn, Patrick Horn, Grandfilm]
  • „Triangle Of Sadness“ [Philippe Bober, Essential Films]
  • „Victim“ [Michael Reuter, Electric Sheep]
  • „War Sailor“ [Karsten Stöter, Rohfilm Factory]
  • „The Woodcutter Story“ [Jamila Wenske, Melanie Blocksdorf, Achtung Panda!]

Hamburger Produzentenpreis für deutsche Kinoproduktionen

Mit dem Hamburger Produzentenpreis für deutsche Kinoproduktionen werden Filme aus der Sektion „Große Freiheit“ ausgezeichnet. Die Gewinner*innen des Preises erhalten 25.000 Euro. Das Preisgeld wird von der Behörde für Kultur und Medien zur Verfügung gestellt.

Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis für internationale Kino-Koproduktionen: Aus Meiner Haut von Tobias Walker und Philipp Worm.
Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis für deutsche Kinoproduktionen: „Aus Meiner Haut“. Foto: Filmfest Hamburg

Nominierte Filme und Produzent*innen:

  • „Aus Meiner Haut“ [Tobias Walker, Philipp Worm, Walker + Worm Film]
  • „Human Flowers Of Flesh“ [Frank Scheuffele, Karsten Krause, Julia Cöllen, Fünferfilm]
  • „In Einem Land, Das Es Nicht Mehr Gibt“ [Tanja Ziegler, Ziegler Film]
  • „Meinen Hass Bekommt Ihr Nicht“ [Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade, Komplizen Film]
  • „Piaffe“ [Kristof Gerega, Sophie Ahrens, Fabian Altenried, Schuldenberg Films]
  • „Rheingold“ [Fatih Akin, Nurhan Şekerci-Porst, Herman Weigel, bombero international]
  • „Wir Sind Dann Wohl Die Angehörigen“ [Britta Knöller, 23/5 Film]

Hamburger Produzentenpreis für deutsche Fernsehproduktionen

Des Weiteren wird in der TV-Sektion „Televisionen“ der Hamburger Produzentenpreis für deutsche Fernsehproduktionen verliehen. Auch hier erhalten Gewinner*innen ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro. Seit 2021 gibt es außerdem einen Sonderpreis für serielle Formate, der mit 10.000 Euro dotiert ist.

Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis für deutsche Fernsehproduktionen: Die Bürgermeisterin von Silke Pützer und Wolfgang Cimera.
Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis für deutsche Fernsehproduktionen (TV-Filme): „Die Bürgermeisterin“. Foto: Martin Valentin Menke / Filmfest Hamburg

Nominierte Filme und Produzent*innen (TV-Filme):

  • „Die Bürgermeisterin“ [Silke Pützer, Wolfgang Cimera, Network Movie Film und Fernsehproduktion Köln]
  • „Einfach Nina“ [Marcos Kantis, Martin Lehwald, Schiwago Film]
  • „Klima Retten Für Anfänger“ [Christiane Ruff, Imre von der Heydt, ITV Studios Germany]
  • „Die Macht Der Frauen“ [Jutta Lieck-Klenke, Dietrich Kluge, Network Movie Film und Fernsehproduktion Hamburg]
  • „Und Ihr Schaut Zu“ [Anja Föringer, Hager Moss Film]
  • „Was Wir Verbergen“ [Jutta Lieck-Klenke, Lydia-Maria Emrich, Network Movie Film und Fernsehproduktion Hamburg]
  • „Wo Ist Meine Schwester?“ [Nils Dünker, Lailaps Films]
  • „Das Wunder Von Kapstadt“ [Christian Popp, Producers At Work Film]
Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis für deutsche Fernsehproduktionen (Serielle Formate): 37 Sekunden von Britta Meyermann. Foto: Filmfest Hamburg
Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis für deutsche Fernsehproduktionen (Serielle Formate): „37 Sekunden“. Foto: Barbara Bauriedl / Filmfest Hamburg

Nominierte Filme und Produzent*innen (Serielle Formate):

  • „37 Sekunden“ [Britta Meyermann, Odeon Fiction]
  • „German Crime Story: Gefesselt“ [Dietmar Güntsche, Neue Bioskop Television]
  • „Lamia“ [Martin Danisch, David Hadda, Turbokultur]
  • „Reeperbahn Spezialeinheit FD65“ (Doku-Serie) [Christian Beetz, Florian Fettweis, gebrueder beetz filmproduktion]
  • „Ein Schritt Zum Abgrund“ [Christiane Ruff, Peter Fröhlich, ITV Studios Germany]

NDR Nachwuchspreis

Den NDR Nachwuchspreis können Regisseur*innen, die ihr Langfilmdebüt oder ihre zweite Regiearbeit zeigen, erhalten. Der Preis wird mit einer Summe von 5.000 Euro dotiert, die vom Norddeutschen Rundfunk bereitgestellt wird. 

Nominiert für den NDR Nachwuchspreis: The Last Queen von Damien Ounouri und Adila Bendimerad. Foto: Filmfest Hamburg
Nominiert für den NDR Nachwuchspreis: „The Last Queen“. Foto: Filmfest Hamburg

Nominierte Filme und Regisseur*innen:

  • „A Male“ [Fabián Hernández]
  • „Blaze“ [Del Kathryn Barton]
  • „Dalva“ [Emmanuelle Nicot]
  • „The Last Queen“ [Damien Ounouri, Adila Bendimerad]
  • „Noémi Says Yes“ [Geneviève Albert]
  • „Palm Trees And Power Lines“ [Jamie Dack]
  • „Pamfir“ [Dmytro Sukholytkyy-Sobchuk]
  • „Queens“ [Yasmine Benkiran]
  • „Roleless“ [Masahiko Sato, Yutaro Seki, Kentaro Hirase]
  • „Summer Scars“ [Simon Rieth]

Der politische Film der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Friedrich-Ebert-Stiftung zeichnet seit 2013 die besten Filme mit besonderem politischen Anspruch aus. Dokumentar- und Spielfilme aus der Sektion „Veto!“ haben die Chance auf den Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist.

Nominiert für den politischen Film der Friedrich-Ebert-Stiftung: Nayola von José Miguel Ribeiro. Foto: Filmfest Hamburg
Nominiert für den politischen Film der Friedrich-Ebert-Stiftung: „Nayola“. Foto: Filmfest Hamburg

Nominierte Filme und Regisseur*innen:

  • „Continental Drift (South)“ [Lionel Baier]
  • „The Eclipse“ [Nataša Urban]
  • „How To Blow Up A Pipeline“ [Daniel Goldhaber]
  • „Klarsfeld“ [Martin Herring, Mike Lerner]
  • „Kingmaker“ [Byun Sung-Hyun]
  • „My Imaginary Country“ [Patricio Guzmán]
  • „Nayola“ [José Miguel Ribeiro]
  • „Rojek“ [Zaynê Akyol]

Preisverleihung Art Cinema Award

Der internationale Verband der Filmkunsttheater Confédération Internationale des Cinémas d’Art et d’Essai (C.I.C.A.E.) verleiht anlässlich des Filmfestes den Art Cinema Award an einen Filmverleih. Der Preis soll Filme aus dem Genre Arthouse würdigen, denen neben konventionellen Produktionen oft weniger Beachtung geschenkt wird. MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein stiftet 5.000 Euro für PR-Maßnahmen.

Nominiert für den Art Cinema Award: Heartbeast. Foto: Filmfest Hamburg
Nominiert für den Art Cinema Award: „Heartbeast“. Foto: Kerttu Hakkarainen / Filmfest Hamburg

Nominierte Filme und Filmverleih:

  • „Der Blaue Kaftan“ [Arsenal Filmverleih]
  • „Boy From Heaven“ [X Verleih]
  • „Close“ [Pandora Film]
  • „Dalva“ [A2B Entertainment]
  • „EO“ [Rapid Eye Movies]
  • „FCK 2020 – Zweieinhalb Jahre Mit Scooter“ [Wild Bunch Germany]
  • „The Five Devils“ [MUBI]
  • „Heartbeast“ [Port au Prince Pictures]
  • „In Einem Land, Das Es Nicht Mehr Gibt“ [Tobis Film]
  • „Lars Eidinger – Sein Oder Nicht Sein“ [Filmwelt Verleihagentur]
  • „November“ [Studiocanal]
  • „Sparta“ [Neue Visionen Filmverleih]
  • „Trenque Lauquen“ [Grandfilm Verleih]
  • „Triangle Of Sadness“ [Alamode]
  • „War Sailor“ [DCM Film Distribution]

Preis der Filmkritik

Der Preis der Filmkritik wird ausschließlich von Kritiker*innen deutscher Tageszeitungen, Radiosendern und Onlinemedien vergeben. Die Preisverleihung erfolgt gemeinsam mit dem Verband der deutschen Filmkritik. Der Preis der Filmkritik wird nach künstlerischen Kriterien ausgewählt und nicht prämiert.

Nominiert für den Preis der Filmkritik: R.M.N. Foto: Filmfest Hamburg
Nominiert für den Preis der Filmkritik: „R.M.N.“ Foto: Filmfest Hamburg

Nominierte Filme und Regisseur*innen:

  • „About The Clouds“ [María Aparicio]
  • „Aurora – Star Wider Willen“ [Inna Sahakyan]
  • „Autobiography“ [Makbul Mubarak]
  • „Beyond The Wall“ [Vahid Jalilvand]
  • „Dirty Difficult Dangerous“ [Wissam Charaf]
  • „EAMI“ [Paz Encina]
  • „The Five Devils“ [Léa Mysius]
  • „R.M.N.“ [Cristian Mungiu]
  • „Viking“ [Stéphane Lafleur]
  • „The Worst Ones“ [Lise Akoka, Romane Gueret]

Michel Filmpreis

Der Michel Filmpreis wird von einer Kinder- und Jugendjury verliehen, die ihren Favoritenfilm aus allen Wettbewerbsfilmen des MICHEL-Programms wählen. Die Hamburgische Kulturstiftung und die Steuerberatungsgesellschaft Berlichingen & Partner stellen für die Preisverleihung ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro bereit. 

Nominiert für den Michel Filmpreis: One In A Million. Foto: Filmfest Hamburg
Nominiert für den Michel Filmpreis: „One In A Million“. Foto: Lydia Richter / Filmfest Hamburg

Nominierte Filme und Regisseur*innen:

  • „Geheimnisvolle Sommer“ [Christophe Barratier]
  • „Kein Krach Unter Meinem Dach“ [Sandrine Brodeur-Desrosiers]
  • „Lucy Ist Jetzt Gangster“ [Till Endemann]
  • „Oink“ [Mascha Halberstad]
  • „One In A Million“ [Joya Thome]
  • „Der Sommer, In Dem Ich Fliegen Lernte“ [Radivoje Andrić]
  • „Yukus Suche Nach Der Himalaya-Blume“ [Arnaud Demuynck, Rémi Durin]

Auszeichnung mit Douglas Sirk Preis ausgesetzt

Bereits einige Wochen vor Start des Programms gab der Veranstalter bekannt, dass dieses Jahr der Douglas Sirk Preis nicht verliehen werde. Der Regisseur Ulrich Seidel sollte ursprünglich für sein Werk Sparta ausgezeichnet werden. Aufgrund von Vorwürfen wegen schlechter Arbeitsbedingungen während der Produktion wird die Preisverleihung jedoch dieses Jahr ausgesetzt. Der Film wurde trotzdem ins Programm aufgenommen.

Publikum kürt besten Film

Neben zahlreichen Preisen, die durch eine Fachjury verliehen werden, entscheiden Zuschauer*innen mit dem Publikumspreis per Stimmzettel über den besten Film des Festivals. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Hapag-Lloyd Stiftung zur Verfügung gestellt. Dieses Jahr wurde „Amerikatsi“ von Michael Goorjian ausgezeichnet.

Im Rahmen des Filmfestes richtet außerdem das Molodist Kyiv International Film Festival seinen nationalen Wettbewerb mit ukrainischen Kurz- und Langfilmen aus. Bei der Preisverleihung werden Auszeichnungen in den Kategorien „Bester Kurzfilm“ und „Bester Langfilm“ des Programms vergeben. Für den besten Kurzfilm wurde „Leopolis Night“ von Nikon Romanchenko, für den besten Langfilm „Stop-Zemlia“ von Kateryna Gornostai ausgezeichnet.  

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Stine „die Maschine“ Schumacher hat ihren Spitznamen durch ihre hervorragenden Reflexe im Tor bekommen. Seit zwölf Jahren spielt sie Fußball, verlagerte ihre Karriere dann aber doch lieber in die Öffentlichkeitsarbeit von Eintracht Braunschweig. In der Abteilung absolvierte sie im Rahmen ihres Bachelorstudiums Kommunikationsmanagement ein Praktikum. Aber Fußball ist nicht ihre einzige Leidenschaft: Die 1999 geborene Harsefelderin ging nach dem Abitur als Au Pair nach Italien – auch um ihrem Lieblingssänger Eros Ramazzotti etwas näher zu sein. Dort vertiefte sie ihr Interesse am Fotojournalismus. Bei der Orangenschlacht in Ivrea oder beim Kochen mit der Gastfamilie – immer war die Kamera dabei. Was kann Stine eigentlich nicht? Ganz einfach: lügen. Nicht mal zur Not. Kürzel: stm