Die erste eigene Ausstellung? Für ein paar HAW-Studierende wurde dieser Traum auf dem dreitägigen Comicfestival in Hamburg wahr. Besucher konnten eine Messe im Kölibri mit kleinen Verkaufsständen besuchen und Ausstellungen, zum Beispiel im Hinterconti auf St. Pauli, erkunden. 

Text und Video Mirjam Bär und Maria Gassner

Wie ist es so, als Künstler*in die erste eigene Ausstellung zu haben? „Es macht ganz viel Spaß und es ist toll, alles endlich ausgedruckt und an der Wand hängen zu sehen“, sagt Steffi Kantor. Sie stellte im Rahmen des Comicfestivals ihren Comic „Erwischt!?“ im Hinterconti aus. Steffi Kantor studiert Illustration an der HAW Hamburg im sechsten Semester.

Comicfestival: Eine Plattform für Nachwuchskünstler

Seit 2006 bietet das Comicfestival in Hamburg eine Plattform für junge Künstler*innen, um ihre Werke auszustellen. Auf der Messe im Kölibri konnte man in diesem Jahr Verlage und Künstler*innen treffen, die ihre Werke zum Verkauf anboten. Besucher*innen des Festivals konnten durch Publikationen, Drucke und Merch-Produkte von über 30 Aussteller*innen stöbern und mit den Künstler*innen ins Gespräch kommen. Auch HAW-Student*innen der Illustration waren dabei.

Calixta Broza macht aktuell ihren Master in Illustration an der HAW Hamburg. Sie verkauft hier ihren Comic „Auf dem Weg zur Eremitenlanguste“. Passend dazu hat sie auch T-Shirts bedrucken lassen und kleine Anstecker angefertigt. „Ich finde es immer schön, die Reaktionen der Menschen zu sehen – wenn dann jemand lacht, dann hat sich das schon gelohnt.“

Aaron Meyer hat gerade seinen Bachelor in Illustration beendet. Er stellt gleich zwei Werke vor: „Anaïs Anaïs“ und „Human Remains“. Auf dem Cover von „Human Remains“ steht ein dünnes Wesen vor einem brennenden Wald. Aaron ist dankbar, hier ausstellen zu können. „Man sitzt immer so allein an seinem Comic und arbeitet daran, ohne dass es irgendjemand sieht. Das dann präsentieren zu können, die hunderte von Stunden Arbeit, die ich da rein gesteckt habe, das finde ich toll.“

Semesterprojekt „Neue Weltordnungen“

Im Hinterconti waren die Werke des Semesterprojekts „Neue Weltordnungen“ ausgestellt. Die Studierenden hatten sich im Zuge des Projekts mit Verschwörungserzählungen beschäftigt. Ein Beispiel ist der Comic „Echs-Change-Student“, der sich mit einem Echsenmenschen beschäftigt, der sich als Erasmus-Student tarnt. Auch im kommenden Jahr soll das Festival wieder stattfinden.

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