Das Gebäude der Bundesagentur für Arbeit
Das Gebäude der Zentrale der Agentur für Arbeit. Foto: Bundesagentur für Arbeit

In Hamburg gibt es weniger Arbeitslose als im Vormonat Oktober. Im Vergleich zum November 2021 ist die Arbeitslosigkeit in Hamburg allerdings gestiegen.

Die Arbeitslosigkeit in Hamburg ist im Vergleich zum Oktober um 0,5 Prozent gesunken, in absoluten Zahlen sind es etwa 363 Arbeitslose weniger als im Vormonat. Insgesamt sind derzeit 74.087 Menschen in Hamburg arbeitslos, wie die Bundesagentur am gestrigen Mittwoch mitteilte. 

Im Vergleich zum November 2021 ist die Arbeitslosigkeit allerdings um 3,8 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote hat sich im Vergleich zum Oktober diesen Jahres nicht verändert und liegt bei 6,9 Prozent. Im November 2021 war sie noch etwas geringer bei 6,6 Prozent. Sprecher der Agentur für Arbeit Hamburg, Knut Böhrnsen, beurteilt den Anstieg gegenüber 2021 nicht als dramatisch. “Mit 6,9 Prozent liegen wir im Jahresvergleich an unterer Position”, so Böhrnsen.

Infos zur Bemessung von Arbeitslosenquote und Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote setzt beim Arbeitsamt als arbeitslos registrierten Personen ins Verhältnis zu all jenen, die potentiell arbeiten könnten (also Erwerbstätige plus Erwerbslose). Alle zusammen werden auch Erwerbspersonen genannt. Zu den Erwerbstätigen zählen unter anderem Selbstständige und Angestellte. Erwerbslose sind nicht arbeitende Menschen, die nicht als arbeitslos gemeldet sind.

Die Arbeitslosenzahlen oder auch Arbeitslosigkeit bemisst sich nach Menschen, die beim Arbeitsamt gemeldet sind und Leistungen beziehen wie Arbeitslosengeld I oder II (Hartz IV). 

Da die Bemessungsgrundlagen verschieden sind, unterscheidet sich die Prozentzahl der Arbeitslosigkeit von der Arbeitslosenquote. Hier findet ihr die Statistik von der Bundesagentur für Arbeit für Hamburg.

Arbeitslosigkeit Hamburg im Vergleich

Eine Deutschlandkarte mit Arbeitslosenquoten der Länder im Vergleich
Hamburgs Arbeitslosenquote liegt über dem Bundesdurchschnitt von 5,3 Prozent. Grafik: Bundesagentur für Arbeit

Hamburg hat eine höhere Arbeitslosenquote als seine Nachbarn Schleswig-Holstein und Niedersachsen. In Schleswig-Holstein liegt die Arbeitslosenquote bei 5,2 Prozent, in Niedersachsen bei 5,4 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern liegt mit 7,3 Prozent leicht über Hamburg. Die Hansestadt Bremen (zu der auch Bremerhaven gehört) ist Spitzenreiter im Norden mit 10,2 Prozent. 

Hamburg liegt mit 6,9 Prozent also im oberen Bereich im Vergleich zu den anderen Bundesländern Norddeutschlands. Laut Böhrnsen ist das jedoch “Großstadt-typisch”. In Metropolen seien die Arbeitslosenquoten immer etwas höher. Auf Bundesebene liegt die Arbeitslosenquote bei 5,3 Prozent. Hamburg liegt damit über dem Bundesschnitt.

jim/dpa

Vorheriger ArtikelU1 am Wochenende gesperrt
Nächster ArtikelElbtower: Grundstücksübergabe an Signa
Ohne Kaffee kommt Joana Kimmich, 1995, morgens nicht aus dem Bett. Filter, Siebträger oder French Press – sie hat sogar einen Espressokocher auf der Wade tätowiert. Das Klischee „Medienmensch mit Kaffee und Kippe“ erfüllt sie trotzdem nicht. Die Zigaretten hat Joana gegen das Joggen eingetauscht. Das macht zwar in der Hamburger Innenstadt weniger Spaß als in ihrer Heimat am Fuße der schwäbischen Alb, trotzdem hat sich der Umzug gelohnt: Im Norden studierte sie Sozialökonomie mit Schwerpunkt Recht und entdeckte ihr Interesse für Paragraphen. In ihrer Bachelorarbeit überprüfte sie, ob die Impfpriorisierung verfassungskonform ist und veröffentlichte das Ergebnis sogar in einer Fachzeitschrift. Neben dem Studium organisierte sie Medienevents bei Airbus und war als Reporterin für Rock Antenne unterwegs. Kürzel: jim