Nicht nur Einsatzwagen, sondern auch Privatautos von Hamburger Polizisten sind mittlerweile Ziel von Anschlägen. Foto: Bodo Marks/ dpa
Nicht nur Einsatzwagen, sondern auch Privatautos von Hamburger Polizisten sind mittlerweile Ziel von Anschlägen. Foto: Bodo Marks/ dpa

Zerstochene Reifen und gelöste Radmuttern: Mehreren Privatwagen von Hamburger Polizisten sind manipuliert worden. Offen ist, ob die Täter G20-Gegner sind.

Bisher unbekannte Täter haben in den vergangenen Tagen an Privatautos von Hamburger Polizeibeamten Radmuttern gelöst und Reifen zerstochen. Dabei bemerkten die Polizisten teilweise erst während der Fahrt, dass etwas nicht stimmte. Laut Polizeisprecher Rene Schönhardt waren insgesamt fünf Fahrzeuge betroffen. Es handelte sich dabei um Privatfahrzeuge von Beamten, die am Polizeipräsidium und an den Wachen Rotherbaum sowie Hoheluft abgestellt waren.

„So eine Attacke im privaten Bereich ist absolut unangebracht“, so Schönhardt. „Wir haben die Arbeiten aufgenommen und ermitteln bisher noch in alle Richtungen.“ Dabei sei ein Zusammenhang der Vorfälle mit dem bevorstehenden G20-Gipfel nicht auszuschließen.

Wer steckt hinter der Sabotage?

Erst wenige Tage zuvor hatte die Hamburger Polizei zwei verdächtige Linksextremisten festgenommen, die Straftaten bei G20-Treffen geplant haben sollen. Die in Berlin gemeldeten Männer hatten nach Angaben der Polizei in einem Transporter eine Liste mit Kennzeichen von zivilen Polizeifahrzeugen dabei.

Laut „Abendblatt“ soll im Internet auch eine Gruppe mit dem Slogan „Follow cops back home“ dazu aufrufen, Polizeibeamte zu beobachten und deren Privat- und Dienstwagen zu sabotieren. Es gebe Hinweise darauf, dass neben den schon betroffenen Wachen auch weitere Reviere im Visier der Gruppe stehen.

les/dpa